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Was ist bedingter Zugriff?

Bei bedingtem Zugriff (Conditional Access, CA) dreht sich alles um Kontrolle – darum, zu entscheiden, wer wann und unter welchen Bedingungen Zugriff auf welche Ressourcen erhält. Es handelt sich um eine Sicherheitsstrategie für Unternehmen, die den Zugriff auf der Grundlage von Echtzeitsignalen wie Benutzeridentität, Gerätestatus, Standort, Risiko und Verhaltensmustern individuell anpasst.

Nehmen wir ein alltägliches Szenario: Ein Mitarbeiter meldet sich in einem Unternehmenssystem an. Die Richtlinien von CA würden greifen, um zu beurteilen, ob dieser Zugriffsversuch sicher ist. Ein Beispiel:

  • wer: Handelt es sich um einen verifizierten Mitarbeiter oder um einen unbekannten Benutzer?
  • was: Wird versucht, auf sensible Daten wie Kundendatensätze oder auf interne Ressourcen mit geringem Risiko zuzugreifen?
  • wann: Erfolgt dieser Zugriff während der normalen Geschäftszeiten oder zu einer ungewöhnlichen Zeit, die auf ein potenzielles Risiko hindeuten könnte?
  • unter welchen Bedingungen: Erfolgt die Anmeldung von einem sicheren Firmengerät oder von einem privaten Laptop aus? Ist das Gerät mit den neuesten Sicherheitspatches ausgestattet oder besteht eine potenzielle Schwachstelle? 

Wenn beispielsweise ein Mitarbeiter in London während der Geschäftszeiten versucht, von einem Firmengerät aus auf sensible Dateien zuzugreifen, könnte CA dies zulassen. Aber wenn sich derselbe Account von einem neuen Standort wie Hongkong um 2 Uhr morgens auf einem persönlichen Gerät anmeldet, könnte CA nach einer Multifaktor-Authentifizierung (MFA) fragen oder den Zugriff komplett sperren.

Der bedingte Zugriff sorgt dafür, dass Sicherheitsprüfungen nicht pauschal durchgeführt werden, sondern sich nach dem jeweiligen Risiko und Kontext jeder Zugriffsanfrage richten. 

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So funktioniert bedingter Zugriff

Richtlinien für bedingten Zugriff werden von bestimmten Auslösern und Faktoren bestimmt, um in Echtzeit Entscheidungen über den Zugriff zu treffen. So trägt jede Komponente zur Aufrechterhaltung der Sicherheit bei:

Wichtige Auslöser und Kontextfaktoren

  • Gerätekonformität und -sicherheit: Um Risiken durch kompromittierte oder nicht konforme Geräte zu reduzieren, stellt CA sicher, dass nur verwaltete und sichere Geräte auf bestimmte Ressourcen zugreifen können. Geräte müssen bestimmte Standards erfüllen, z. B. über aktualisierte Software oder Sicherheitspatches verfügen, bevor ihnen der Zugriff gewährt wird. Dies trägt dazu bei, das Unternehmen vor Schadsoftware oder unbefugtem Zugriff zu schützen.
  • Benutzer- und Anmelderisiko: CA wertet Benutzerverhaltensmuster aus, wie z. B. das Anmelden von unbekannten Geräten, um Anomalien zu erkennen. Wenn sich ein Benutzer, der sich normalerweise während der Geschäftszeiten einloggt, plötzlich um 3 Uhr morgens von einem neuen Gerät aus einloggt, können die CA-Richtlinien dies als potenzielles Risiko kennzeichnen und zusätzliche Überprüfungen einleiten oder die Zugriffsanfrage blockieren.

 Adaptive MFA

  • Dynamische MFA-Erzwingung: Anstatt MFA für jede Anmeldung vorzuschreiben, kann der bedingte Zugriff MFA-Prüfungen auf der Grundlage des für eine Zugriffsanfrage ermittelten Risikoniveaus intelligent anwenden. Wenn sich ein Benutzer beispielsweise um 15 Uhr aus den USA anmeldet und dann um 16 Uhr erneut versucht, sich aus China anzumelden, kann der bedingte Zugriff dies als riskant kennzeichnen und die MFA dazu verpflichten, die Identität des Benutzers zu überprüfen. Auf diese Weise werden risikoreiche Situationen genauer unter die Lupe genommen, ohne den alltäglichen Arbeitsablauf zu stören.
  • Optimierung der Benutzererfahrung: Da der bedingte Zugriff die MFA nur dann anwendet, wenn ein Risikofaktor festgestellt wurde, wird Reibungsverlust vermieden und sichergestellt, dass die Benutzer nicht durch zusätzliche Schritte behindert werden. Dieser adaptive Ansatz gewährleistet hohe Sicherheit, ohne den alltäglichen Zugriff für die Benutzer zu erschweren.

Vorteile von Richtlinien für bedingten Zugriff

Zu den Vorteilen von Richtlinien für den bedingten Zugriff gehören unter anderem: 

Stärkung der Sicherheit und Bedrohungsabwehr

Richtlinien für bedingten Zugriff spielen eine entscheidende Rolle bei der Reduzierung unberechtigter Zugriffe, indem Sicherheitsmaßnahmen bei Anmeldungen mit hohem Risiko durchgesetzt werden. Durch die Auswertung von Faktoren wie Standort, Gerätezustand und Benutzerverhalten stellt CA sicher, dass nur legitime Zugriffsanfragen durchgelassen werden. Dieser dynamische Ansatz hilft, Kompromittierungen zu verhindern, bevor sie entstehen.

Darüber hinaus entspricht der bedingte Zugriff den Prinzipien des Zero-Trust-Modells, das auf der Idee „Niemals vertrauen, immer verifizieren“ basiert. Dies bedeutet, die Identität der Benutzer kontinuierlich zu überprüfen und die Gerätesicherheit zu kontrollieren, um sicherzustellen, dass der Zugriff nur vertrauenswürdigen Benutzern und Geräten gewährt wird. Dadurch bleiben Ihre Ressourcen jederzeit geschützt.

Verbesserte Einhaltung von Vorschriften und regulatorischen Anforderungen

Richtlinien für bedingten Zugriff helfen Unternehmen dabei, Compliance-Standards zu erfüllen, indem sie Zugriffsbeschränkungen durchsetzen, die den Datenschutzbestimmungen entsprechen. Diese Richtlinien gewährleisten, dass nur autorisierte Benutzer Zugriff auf sensible Informationen haben. Darüber hinaus speichert CA detaillierte Zugriffsprotokolle, die die Prüfung und Überwachung zum Kinderspiel machen. So können Unternehmen bei Bewertungen oder Audits schnell nachweisen, dass sie die Vorschriften einhalten. 

Erhöhte Flexibilität und Skalierbarkeit

Der bedingte Zugriff gibt Unternehmen die Freiheit, Zugriffskontrollrichtlinien an ihre individuellen Sicherheitsanforderungen anzupassen. Da geschäftliche Anforderungen sich ändern und Risiken sich weiterentwickeln, passt sich der bedingte Zugriff dynamisch an die sich wandelnden Umgebungsbedingungen an. Dadurch wird sichergestellt, dass der Zugriff jederzeit sicher bleibt. Egal ob Sie Ihr Team vergrößern, neue Geräte hinzufügen oder in neue Regionen expandieren, CA passt sich verschiedenen Risikostufen an und bietet eine flexible Zugriffskontrolle für Geräte, Anwendungen und Benutzer.

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Implementierung von Richtlinien für den bedingten Zugriff

Sind Sie bereit, CA einzusetzen? Die richtige Einrichtung bedeutet, Richtlinien so anzupassen, dass sie den Anforderungen Ihres Unternehmens entsprechen – und genau darin liegt die wahre Stärke. Hier sind einige Schritte, um Ihre Richtlinien einzuführen, sie aktuell zu halten und sie an die sich verändernden Geschäftsanforderungen und Bedrohungen anzupassen.

Schritte zur Konfiguration des bedingten Zugriffs

  • Zugriffsanforderungen definieren: Beginnen Sie damit, festzustellen, was in Ihrem Unternehmen am wichtigsten ist. Dies bedeutet, zu verstehen, welche Ressourcen kritisch sind, welche Benutzer Zugriff auf welche Ressourcen benötigen und wo eine strengere Zugriffskontrolle erforderlich ist. Beispielsweise können für sensible Finanzdaten, geistiges Eigentum und Kundendaten strengere Richtlinien erforderlich sein. Konzentrieren Sie Ihre Bemühungen zunächst auf diese wichtigen Bereiche, um sicherzustellen, dass die richtigen Personen zum richtigen Zeitpunkt Zugriff haben und gleichzeitig potenzielle Bedrohungen ferngehalten werden.
  • Bedingte Auslöser einrichten: Konfigurieren Sie als Nächstes die Auslöser, die Ihre Richtlinien aktivieren sollen. Berücksichtigen Sie Faktoren wie IP-Adressbereich, Benutzerrolle und Gerätekonformität. Diese Auslöser helfen dabei, festzulegen, wann und wie der Zugriff gewährt wird, und gewährleisten, dass Sicherheitsmaßnahmen nur dann angewendet werden, wenn sie wirklich notwendig sind.
  • Überwachen und optimieren: Die Einrichtung Ihrer Richtlinien ist erst der Anfang. Sie müssen diese regelmäßig überprüfen und anpassen, um sicherzustellen, dass sie weiterhin ihren Zweck erfüllen, insbesondere im Hinblick auf neue Bedrohungen und sich ändernde Geschäftsanforderungen. Es geht darum, sich anzupassen und immer einen Schritt voraus zu sein – den Zugriff sicher zu halten, ohne dabei etwas zu verpassen.

Integration von bedingtem Zugriff mit Identitätsschutz

  • Benutzer- und Anmelderisikoanalyse: Durch die Integration mit Identitätsschutztools kann CA eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzufügen, die auf dem Risikoniveau des Benutzers und verdächtigem Anmeldeverhalten basiert. Das bedeutet: Wenn eine Anmeldung ungewöhnlich erscheint – etwa weil sie von einem neuen Gerät oder einem unerwarteten Standort aus erfolgt –, passt sich der bedingte Zugriff automatisch an, um die Sicherheit zu erhöhen. So bleiben Ihre Sicherheitsmaßnahmen dynamisch und reaktionsfähig.
  • Einheitliches Dashboard und Warnmeldungen: Durch die Integration von CA mit dem Identitätsschutz erhalten Sie ein einheitliches Dashboard, das alles – Zugriffsversuche, Benutzerverhalten und potenzielle Bedrohungen – an einem Ort zusammenfasst. Dank Echtzeitbenachrichtigungen können Sie zudem riskante Anmeldungen oder ungewöhnliche Muster schnell erkennen, sodass Ihr Team stets auf dem Laufenden ist und jederzeit sofort handeln kann.

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Häufig gestellte Fragen zu bedingtem Zugriff

F: Was ist bedingter Zugriff? 

A: Der bedingte Zugriff (Conditional Access, CA) ist eine Sicherheitsstrategie für Unternehmen, die den Zugriff auf der Grundlage von Echtzeitdaten wie Benutzeridentität, Gerätestatus, Standort, Risiko und Verhaltensmustern individuell anpasst.

F: Was sind die Vorteile von bedingtem Zugriff?

A: Zu den Vorteilen von Richtlinien für den bedingten Zugriff zählen eine höhere Sicherheit und eine bessere Abwehr von Bedrohungen, verbesserte Compliance und mehr Flexibilität sowie Skalierbarkeit. 

F: Wie setzt man die MFA mit bedingtem Zugriff um?

A: Anstatt für jede Anmeldung eine Multifaktor-Authentifizierung (MFA) vorzuschreiben, kann der bedingte Zugriff MFA-Prüfungen auf der Grundlage des für eine Zugriffsanfrage ermittelten Risikoniveaus intelligent anwenden. Wenn sich ein Benutzer beispielsweise um 15 Uhr aus den USA anmeldet und dann um 16 Uhr erneut versucht, sich aus China anzumelden, kann der bedingte Zugriff dies als riskant kennzeichnen und die MFA dazu verpflichten, die Identität des Benutzers zu überprüfen. Auf diese Weise werden risikoreiche Situationen genauer unter die Lupe genommen, ohne den alltäglichen Arbeitsablauf zu stören.

F: Wie verwaltet man bedingten Zugriff?

A: Wenn Sie den bedingten Zugriff richtig einrichten, müssen Sie die Richtlinien an die Bedürfnisse Ihres Unternehmens anpassen. Um Ihre Richtlinien für den bedingten Zugriff einzuführen, definieren Sie Ihre Zugriffsanforderungen klar, richten Sie bedingte Auslöser ein, überwachen Sie den Erfolg der Richtlinien und verfeinern Sie sie nach Bedarf. 

Venu Shastri ist versierter Marketing-Spezialist für Identitäts- und Cybersicherheitsprodukte sowie Product Marketing Director for Unified Endpoint & Identity Protection bei CrowdStrike. Shastri verfügt über mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung in den Bereichen Identität, Produktmarketing und Managementfunktionen bei Okta und Oracle und zudem über ein US-Patent für die kennwortlose Authentifizierung. Vor seiner Spezialisierung auf Identitätsmanagement war Shastri Mitbegründer eines Startups für unternehmensspezifische Social Software. Er lebt in Raleigh, NC, und hat einen MBA der University of Santa Clara sowie eine Executive Certification des MIT Sloan erlangt.