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Laut Threat Hunting Report 2024 richten identitätsbasierte Angriffe weiterhin verheerende Schäden in Unternehmen an. Fünf der zehn am häufigsten beobachteten MITRE ATT&CK®-Techniken, die zwischen Juli 2023 und Juni 2024 auftraten, umfassten Identitätskompromittierung. In einem Umfeld, in dem jede Minute zählt, ist Echtzeitidentitätsschutz unerlässlich. Hier kommt Continuous Access Evaluation Profile (CAEP) ins Spiel.

Threat Hunting Report 2024

Im Threat Hunting Report 2024 enthüllt CrowdStrike die neuesten Taktiken von mehr als 245 modernen Angreifern und zeigt, wie sich diese Angreifer weiterentwickeln und legitimes Nutzerverhalten nachahmen. Hier erhalten Sie Einblicke, die Ihnen helfen, Kompromittierungen zu verhindern. 

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Was ist CAEP?

CAEP ist ein Standard der Internet Engineering Task Force (IETF), der entwickelt wurde, um eine kontinuierliche Bewertung des Benutzerzugriffs in Identitäts- und Zugriffsverwaltungssystemen (Identity and Access Management, IAM) zu ermöglichen. Dieser Standard stellt sicher, dass Zugriffsentscheidungen in Echtzeit auf der Grundlage sich ändernder Risikosignale – wie beispielsweise dem Standort des Benutzers, dem Gerätestatus oder dem Sicherheitskontext – aktualisiert werden. CAEP ermöglicht Echtzeitzugriffsprüfungen, die sich an potenzielle Bedrohungen anpassen, sobald diese auftreten, wodurch das Risiko für ein Unternehmen drastisch reduziert wird.

CAEP spielt eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung der Zero-Trust-Prinzipien, indem es die Zugriffsrechte eines Benutzers innerhalb eines dynamischen Sicherheitsrahmens kontinuierlich neu bewertet. Anstatt Zugriff auf der Grundlage einer einzigen Überprüfung bei der Anmeldung zu gewähren, hält CAEP Zero Trust aufrecht, indem es bewertet, ob der Zugriff während der gesamten Benutzersitzung gerechtfertigt bleibt. Dieser Ansatz stellt sicher, dass die Zugriffsrechte den aktuellen Gegebenheiten entsprechen, und verschärft die Zugriffskontrolle, indem er in einem sich ständig verändernden Umfeld kontinuierlich Echtzeitkontexte wie Standort und Gerätesicherheit berücksichtigt.

So funktioniert CAEP

Um zu verstehen, wie CAEP die Sicherheit erhöht, wollen wir seine Kernfunktionen genauer betrachten:

Ereignisbasierte Evaluierung

CAEP überwacht kontinuierlich auf risikoreiche Ereignisse, die auf eine potenzielle Sicherheitsbedrohung hindeuten. Dazu gehören:

  • Standortanomalien: Ein Benutzer meldet sich innerhalb weniger Minuten nach seiner letzten Sitzung von einem geografisch weit entfernten Ort an (unmögliches Reiseszenario).
  • Änderungen der Gerätesicherheit: Der Benutzer wechselt zu einem nicht verwalteten oder kompromittierten Gerät.
  • Verhaltensanomalien: ungewöhnliche Authentifizierungsmuster, wie z. B. schnelle Anmeldungen bei mehreren Systemen oder Zugriffsversuche auf Anwendungen mit hohem Risiko.
  • Widerruf der Anmeldedaten oder Rollenänderungen: Werden die Berechtigungen eines Benutzers aufgrund eines Ausscheidens aus dem Unternehmen oder einer Aktualisierung der Sicherheitsrichtlinien entzogen, kann CAEP aktive Sitzungen sofort beenden, um Richtlinienänderungen in Echtzeit durchzusetzen.

Wenn solche Auslöser erkannt werden, überprüft CAEP die Zugriffsrechte des Benutzers dynamisch und passt sie entsprechend an. Dies stellt einen zuverlässigen Ansatz dar, um sicherzustellen, dass nur die richtigen Personen unter den richtigen Bedingungen Zugriff erhalten.

Wenn sich ein Benutzer beispielsweise plötzlich von einem unbekannten Standort aus anmeldet oder Handlungen vornimmt, die von seinem üblichen Verhalten abweichen, reagiert CAEP je nach dem festgestellten Risikograd entweder mit der Aufforderung zu einer zusätzlichen Verifizierung wie der Multifaktor-Authentifizierung, mit einer Zugriffsbeschränkung oder sogar mit der Beendigung der Sitzung. Dieser Ansatz trägt dazu bei, unbefugte Zugriffe in Echtzeit zu verhindern, und bietet proaktiven Schutz vor potenziellen Kompromittierungen, bevor diese eskalieren.

Open Authorization-Integration (OAuth)

CAEP erhöht die Sicherheit von OAuth 2.0 durch die Möglichkeit, Token in Echtzeit zu widerrufen und zu überprüfen. Anstatt sich auf statische Zugriffstoken zu verlassen, die bis zu ihrem Ablauf gültig bleiben, können Identitätsanbieter und Sicherheitsplattformen mit CAEP:

  • Token dynamisch widerrufen: Wenn ein Sicherheitsereignis eintritt (z. B. wenn ein Gerät als nicht vertrauenswürdig eingestuft wird), kann CAEP Token sofort widerrufen oder aktualisieren, anstatt auf deren Ablauf zu warten.
  • Echtzeitintrospektion durchführen: Sicherheitssysteme können den OAuth-Introspection-Endpunkt abfragen, um zu überprüfen, ob ein Zugriffstoken noch gültig ist, und um Zugriffsrichtlinien dynamisch zu aktualisieren.

In der Praxis bedeutet dies, dass CAEP Risiken erkennen und darauf reagieren kann, ohne dass sich die Benutzer bei jeder potenziellen Bedrohung erneut authentifizieren müssen. Dadurch können Unternehmen ein hohes Maß an Sicherheit erreichen, ohne den Benutzerkomfort einzuschränken.

Zusammengenommen machen diese Komponenten CAEP zu einem leistungsstarken Werkzeug zur Verhinderung identitätsbasierter Angriffe und zur Aufrechterhaltung eines sicheren Zugriffs, selbst wenn sich Benutzer und Umgebungen weiterentwickeln.

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Wichtige Vorteile von CAEP

CAEP bietet Unternehmen eine Reihe von Vorteilen. So wirken sich diese Vorteile in der Praxis aus:

Verbesserte Sicherheit

Da CAEP die Zugriffsberechtigungen kontinuierlich überprüft und anpasst, minimiert es die Wahrscheinlichkeit, dass veraltete Sitzungsinformationen zu Sicherheitslücken führen. Das bedeutet, dass CAEP den Zugriff in Echtzeit neu bewertet, sobald sich eine Bedingung ändert – beispielsweise eine Anmeldung von einem neuen Standort aus oder ein Wechsel zu einem anderen Gerät.

Diese kontinuierliche Überwachung hilft, Risiken wie Kontoübernahmen und Insider-Bedrohungen vorzubeugen. Wenn ungewöhnliche Muster oder Verhaltensweisen erkannt werden, kann CAEP die Zugriffsberechtigungen sofort anpassen und eine potenzielle Kompromittierung umgehen.

Echtzeitdurchsetzung

Wenn CAEP Anomalien oder verdächtiges Verhalten feststellt, werden Sicherheitsrichtlinien sofort durchgesetzt. Diese schnelle Reaktion begrenzt die Offenlegung sensibler Informationen und verhindert unbefugten Zugriff, wodurch sichergestellt wird, dass die Sicherheitsmaßnahmen den Zero-Trust-Prinzipien entsprechen.

Durch die sofortige Reaktion auf riskante Aktivitäten bei deren Erkennung verhindert CAEP, dass Bedrohungen unentdeckt in einem System verbleiben. Dadurch wird die „Verweildauer“ von Angreifern verringert und Bedrohungen werden eingedämmt, bevor sie in der Umgebung Fuß fassen können.

Die Verweildauer bezeichnet die Zeitspanne, in der ein Angreifer nach dem Erlangen eines unbefugten Zugriffs in einer Umgebung unentdeckt bleibt. CAEP minimiert die Verweildauer, indem sichergestellt wird, dass die Sitzungsberechtigungen kontinuierlich neu bewertet werden. Wenn sich ein Angreifer mithilfe gestohlener Anmeldedaten Zugang verschafft, kann CAEP Risikosignale – wie ungewöhnliche Geräteänderungen oder die Erweiterung der Zugriffsrechte – erkennen und den Zugriff sofort sperren, wodurch Angreifer gestoppt werden, bevor sie sich lateral ausbreiten können.

Verbessertes Benutzererlebnis

Im Gegensatz zu Zugriffssystemen, die häufige Anmeldungen erfordern, bedeutet der kontinuierliche Evaluierungsansatz von CAEP, dass sich Benutzer nicht jedes Mal neu authentifizieren müssen, wenn eine Richtlinienprüfung stattfindet. Durch die Validierung von Token in Echtzeit und die Anforderung einer Verifizierung nur dann, wenn dies unbedingt erforderlich ist, gewährleistet CAEP eine sichere Verbindung der Benutzer, ohne deren Arbeit zu unterbrechen.

Dieser Ansatz schafft ein ideales Gleichgewicht zwischen der Einhaltung strenger Sicherheitsstandards und der nahtlosen Bereitstellung eines hochwertigen, reibungslosen Benutzererlebnisses.

CAEP in der Zero-Trust-Architektur

Durch die ständige Überprüfung von Zugriffsrechten auf Basis aktualisierter Informationen ermöglicht CAEP IAM-Lösungen, umgehend auf sich ändernde Sicherheitsbedingungen zu reagieren. Wenn beispielsweise das Gerät eines Benutzers plötzlich Anzeichen einer Kompromittierung zeigt oder das Netzwerk, in dem dieser sich befindet, als nicht vertrauenswürdig eingestuft wird, kann CAEP den Zugriff auf sensible Ressourcen sofort einschränken oder widerrufen. Diese Reaktionsfähigkeit in Echtzeit ist der Schlüssel zur Durchsetzung der Zero-Trust-Prinzipien, bei denen der Zugriff niemals als sicher angesehen wird und nur auf der Grundlage einer kontinuierlichen und dynamischen Risikobewertung gewährt wird.

CAEP stärkt die Zero-Trust-Sicherheit, indem Zugriffsrichtlinien dynamisch und in Echtzeit auf der Grundlage kontextbezogener Risikofaktoren angepasst werden. Unternehmen können CAEP nutzen, um Folgendes durchzusetzen:

  • Just-in-Time-Zugriff (JIT): Berechtigungen werden nur bei Bedarf erteilt und unmittelbar nach der Nutzung wieder entzogen.
  • risikobasierte Authentifizierung (Risk-Based Authentication, RBA): Eine verstärkte Authentifizierung (z. B. MFA) wird nur dann durchgesetzt, wenn Risikosignale einen definierten Schwellenwert überschreiten.
  • Risikobewertung während der Sitzung: Das Verhalten von Benutzern und Geräten wird kontinuierlich ausgewertet, um zu entscheiden, ob eine aktive Sitzung aufrechterhalten, eingeschränkt oder beendet werden soll.

Mit CAEP können Unternehmen zudem adaptive Zugriffsrichtlinien durchsetzen, die sich an den aktuellen Risikokontext anpassen. Durch die Ermöglichung detaillierter Richtlinienanpassungen in Echtzeit versetzt CAEP IAM-Tools in die Lage, umgehend auf sich ändernde Sicherheitsbedingungen zu reagieren. Diese kontinuierliche Überprüfung und die Anpassungsfähigkeit machen CAEP zu einem Eckpfeiler bei der Durchsetzung von Zero Trust, bei dem der Zugriff auf der Grundlage einer fortlaufenden, dynamischen Risikobewertung statt statischer Berechtigungen gewährt wird.

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Lesen Sie diesen Kundenbericht und erfahren Sie, wie die Pella Corporation, ein führender US-amerikanischer Fenster- und Türenhersteller, ihr internes Sicherheitsteam mit CrowdStrike Managed Services und Identity Protection ergänzt. 

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CAEP mit CrowdStrike

CrowdStrike Falcon® Next-Gen Identity Security bietet robusten Schutz in Echtzeit, indem es den Zugriff kontinuierlich analysiert und dynamisch auf zukünftige Bedrohungen reagiert. Falcon® Next-Gen Identity Security verwendet CAEP, um Zugriffe zu analysieren und Risiken in Echtzeit zu bewerten, und stellt sicher, dass alle Anzeichen von Identitätsangriffen oder verdächtigen Aktivitäten sofortige Maßnahmen auslösen. Durch das dynamische Sperren von Token, das Blockieren fragwürdiger Zugriffe und das Stoppen potenzieller Bedrohungen, sobald sie entstehen, bietet Falcon Identity Protection robuste, proaktive Sicherheit.

Falcon Identity Protection basiert auf dem hochspezialisierten Netzwerk für Threat Intelligence von CrowdStrike und verbessert die kontinuierliche Zugriffsbewertung durch kontextbezogene Erkenntnisse, die aus globalen Informationen zu zukünftigen Bedrohungen gewonnen werden. Dieses umfangreiche Informationsnetzwerk unterstützt die proaktive Erkennung und Abwehr von Bedrohungen und ermöglicht es Unternehmen, identitätsbasierten Angriffen immer einen Schritt voraus zu sein. Mit CAEP-Funktionen, die sich sofort an sich ändernde Risiken anpassen, bietet Falcon® Next-Gen Identity Security Identitätssicherheit, die sowohl resilient als auch reaktionsschnell ist und das Vertrauen in Zugriffskontrollen in der gesamten digitalen Landschaft aufrechterhält.

Häufig gestellte Fragen zu CAEP

F: Wofür steht CAEP? 

A: Continuous Access Evaluation Profile (dt.: Evaluierungsprofil für kontinuierlichen Zugriff).

F: Was ist CAEP?

A: CAEP ist ein Standard der Internet Engineering Task Force (IETF), der entwickelt wurde, um eine kontinuierliche Bewertung des Benutzerzugriffs in Identitäts- und Zugriffsverwaltungssystemen (Identity and Access Management, IAM) zu ermöglichen. Dieser Standard stellt sicher, dass Zugriffsentscheidungen in Echtzeit auf der Grundlage sich ändernder Risikosignale – wie beispielsweise dem Standort des Benutzers, dem Gerätestatus oder dem Sicherheitskontext – aktualisiert werden.

F: Welche Vorteile bietet CAEP?

A: CAEP bietet Unternehmen eine Reihe von Vorteilen, wie z. B. erhöhte Sicherheit, Echtzeitdurchsetzung und ein verbessertes Benutzererlebnis.

F: Wie arbeiten CAEP und Zero Trust zusammen?

A: CAEP stärkt die Zero-Trust-Sicherheit, indem Zugriffsrichtlinien dynamisch und in Echtzeit auf der Grundlage kontextbezogener Risikofaktoren angepasst werden. Unternehmen können CAEP nutzen, um Just-in-Time-Zugriff, risikobasierte Authentifizierung und die Bewertung von Sitzungsrisiken durchzusetzen. Mit CAEP können Unternehmen zudem adaptive Zugriffsrichtlinien durchsetzen, die sich an den aktuellen Risikokontext anpassen.

Ryan Terry ist Senior Product Marketing Manager bei CrowdStrike mit Fokus auf Identitätssicherheit. Er verfügt über mehr als 10 Jahre Erfahrung im Produktmarketing für Cybersicherheit und war zuvor bei Symantec, Proofpoint und Okta beschäftigt. Ryan hat einen Master of Business Administration (MBA) von der Brigham Young University.