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ML und KI in der Identitätssicherheit

Identitätsbasierte Angriffe richten weiterhin verheerende Schäden in Unternehmen an. Laut dem CrowdStrike Global Threat Report 2024 werden erstaunliche 75 % der Angriffe zum Erlangen des ersten Zugriffs ohne Malware durchgeführt, was darauf hindeutet, dass gültige Anmeldedaten für den unbefugten Zugriff genutzt werden. Identitätsbasierte Angriffe sind so erfolgreich, weil sie extrem schwer zu erkennen sind. Wenn ein Angreifer Zugriff auf die Anmeldedaten eines Benutzers erlangt, wird es außerordentlich schwierig, zwischen legitimen Benutzeraktivitäten und böswilligen Absichten zu unterscheiden. Hier kommt die Identitätssicherheit als unverzichtbare letzte Verteidigungslinie für Unternehmen ins Spiel.

Identitätssicherheit schützt alle Arten von Identitäten innerhalb des Unternehmens. Egal ob es sich um Menschen oder Maschinen handelt, ob sie vor Ort oder in hybriden Umgebungen arbeiten oder ob sie regelmäßigen oder privilegierten Zugriff haben, das Ziel bleibt immer gleich: identitätsbedingte Sicherheitslücken zu erkennen und zu verhindern.

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Welche Rolle spielt KI bei der Identitätssicherheit?

Künstliche Intelligenz wird zunehmend in verschiedene Aspekte der Cybersicherheit integriert, um die Erkennung von Bedrohungen, die Reaktionsfähigkeit und die allgemeine Resilienz zu verbessern. Fortschrittliche KI-Algorithmen sind unglaublich nützlich bei der Anomalieerkennung, Verhaltensanalyse und Mustererkennung, um Cyberbedrohungen in Echtzeit zu identifizieren und abzuwehren. Darüber hinaus ermöglicht die Entwicklung von generativer KI (GenAI) Cybersicherheitsexperten, zukünftige Bedrohungen vorherzusagen, indem sie Muster und Trends erkennen. Dieser proaktive Ansatz ermöglicht es Fachleuten, potenzielle Bedrohungen zu antizipieren und präventiv zu bekämpfen, wodurch der Nutzen ihrer bestehenden Tools maximiert wird.

Im Bereich der Identitätssicherheit bietet KI einen vielversprechenden Weg in die Zukunft. Durch den Einsatz KI-gestützter Identitätssicherheitslösungen können Unternehmen ihre Abwehrmaßnahmen gegen identitätsbasierte Angriffe stärken. Diese KI-gestützten Lösungen analysieren Authentifizierungs- und Identitätsaktivitäten, erkennen Anomalien und reagieren automatisch auf potenzielle Bedrohungen. Weil schwache oder kompromittierte Zugangsdaten oft als Eintrittspunkte für Sicherheitskompromittierungen dienen, kann GenAI eine zusätzliche Sicherheitsebene bieten.

Vorteile der Integration von KI in die Identitätssicherheit

Auf dem heutigen Cyberschlachtfeld nutzen Angreifer die Schnelligkeit und Raffinesse der KI, um unablässige Angriffe zu starten. Angesichts dieser Realität äußern 82 % der Amerikaner tiefe Besorgnis über das verhängnisvolle Potenzial von KI beim Identitätsdiebstahl – ein Beweis für die Dringlichkeit der Situation.

Inmitten dieser Herausforderungen zeichnet sich eine Lösung ab: KI-gestützte Identitätssicherheit. Tools für die Identitätssicherheit, die sich die Leistungsfähigkeit von Machine Learning (ML) und KI zunutze machen, sorgen für gleiche Ausgangsbedingungen. Durch die Nutzung umfangreicher Datensätze und den Einsatz fortschrittlicher Algorithmen bietet KI-gestützte Identitätssicherheit zahlreiche Vorteile:

Verbesserte Sicherheit

Durch den Einsatz innovativer KI-Funktionen bieten Identitätssicherheitslösungen einen verbesserten Schutz, indem sie das Benutzerverhalten kontinuierlich überwachen und Anomalien identifizieren, die auf potenzielle Bedrohungen hinweisen. ML-Algorithmen können verdächtige Aktivitäten erkennen, wie zum Beispiel unbefugte Zugriffsversuche oder ungewöhnliche Nutzungsmuster. Durch die Verwendung von Verhaltensanalysen zur Ermittlung einer Baseline normaler Aktivitäten können Identitätssicherheitslösungen Abweichungen schnell erkennen und so eine proaktive Bedrohungsabwehr ermöglichen. Hier können Geschwindigkeit, Genauigkeit und Effizienz der KI dazu beitragen, die allgemeine Identitätssicherheit eines Unternehmens zu stärken.

Automatisierte Workflows

Die Integration von KI in Workflows zur Identitätssicherheit vereinfacht nicht nur Aufgaben, sondern erhöht auch die Geschwindigkeit und hilft Unternehmen, ihren Angreifern einen Schritt voraus zu sein. Durch die Automatisierung mühsamer Aufgaben wie Bereitstellung, Deprovisionierung, Kennwortverwaltung und Rollenzuweisung werden die Sicherheitsteams entlastet und die Reaktionszeiten beschleunigt. Mithilfe von Natural Language Processing (NLP) und ML können KI-gestützte Sicherheitstools Benutzeridentitäten überprüfen und Maßnahmen durchführen, ohne dass eine ständige Beaufsichtigung erforderlich ist. Dies bedeutet auch weniger Fehler und reibungslosere Interaktionen für die Benutzer.

Compliance

KI-gestützte Identitätssicherheit erleichtert es Unternehmen, die Anforderungen an die Einhaltung von Sicherheits- und Datenschutzbestimmungen zu erfüllen. Durch die Analyse des Benutzerverhaltens und der Zugriffsmuster kann KI Zugriffskontrollen durchsetzen, Verstöße gegen die Compliance überwachen und umfassende Prüfprotokolle erstellen. Dies hilft Unternehmen, Datenschutzbestimmungen wie DSGVO, HIPAA und PCI DSS einzuhalten und die mit der Nichteinhaltung verbundenen rechtlichen und finanziellen Risiken zu minimieren. Dank der Fähigkeit der KI, aus dem Verhalten der Benutzer zu lernen und den Zugriff streng zu kontrollieren, können Unternehmen Compliance-Anforderungen mit weniger Aufwand und höherer Genauigkeit erfüllen.

Verbesserte Transparenz

Mithilfe von KI können Unternehmen tiefere Einblicke in identitätsbezogene Aktivitäten in ihrer gesamten digitalen Infrastruktur gewinnen und so potenzielle Sicherheitsrisiken besser erkennen. Durch die Analyse riesiger Mengen an Telemetriedaten können KI-gestützte Identitätssicherheitssysteme Dashboards erstellen, die wichtige Kennzahlen zu zukünftigen Bedrohungen, potenziell verdächtigen Aktivitäten von Insidern und Schwachstellen in der Identitätssicherheit aufzeigen. Diese verbesserte Transparenz ermöglicht es Sicherheitsteams, Richtlinien und Prozesse proaktiv anzupassen und zu optimieren, um Sicherheits-Incidents zu minimieren.

Erweiterte Analysen

KI-gestützte Analysefunktionen ermöglichen es Unternehmen, aus identitätsbezogenen Daten verwertbare Erkenntnisse zu gewinnen. Durch den Einsatz von ML-Algorithmen können Unternehmen Muster, Trends und Anomalien im Benutzerverhalten erkennen und so Sicherheitsbedrohungen frühzeitig erkennen. Darüber hinaus ermöglichen KI-gestützte Analysen den Sicherheitsteams, vorausschauende Analysen durchzuführen, zukünftige Bedrohungen zu antizipieren und proaktive Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren, um Risiken effektiv zu mindern.

Herausforderungen bei der Implementierung von KI für die Identitätssicherheit

KI-Modelle sind in hohem Maße von der Qualität und der Verzerrungsfreiheit der Daten abhängig, mit denen sie trainiert werden. Sind die Daten verzerrt oder fehlerhaft, kann das KI-Modell diese Verzerrungen widerspiegeln, was unter Umständen zu ungenauen oder unangemessenen Entscheidungen führt. Dies kann nicht nur rechtliche und ethische Bedenken aufwerfen, sondern auch die Effektivität der Identitätssicherheitslösung untergraben.

Da sich Cybersicherheitsbedrohungen weiterentwickeln und immer ausgefeilter werden, benötigen KI-Algorithmen außerdem vielfältige und aktuelle Daten, um zukünftige Bedrohungen effektiv zu erkennen und darauf zu reagieren. Die Beschaffung einer so großen Menge an qualitativ hochwertigen Daten kann in der Praxis eine Herausforderung darstellen, insbesondere für kleinere Unternehmen mit begrenzten Ressourcen. In diesem Kontext bietet die Partnerschaft mit einem Cybersicherheitsanbieter, der über umfangreiche Identitätstelemetriedaten verfügt, mit denen er seine KI-Tools trainieren kann, einen strategischen Vorteil.

Best Practices für KI im Bereich Identitätssicherheit

Zu den wichtigsten Best Practices für den Einsatz von KI im Bereich der Identitätssicherheit gehören:

  • KI schrittweise einführen: Ermitteln Sie Anwendungsszenarien, in denen KI Ihre Identitätssicherheit verbessern kann. Beginnen Sie mit einem Pilotprojekt, das auf ein bestimmtes Anwendungsszenario abzielt, um vor der Ausweitung etwaige Risiken oder Einschränkungen zu erkennen. Sie könnten beispielsweise damit beginnen, KI zur Erkennung von anomalem Benutzerverhalten in Zugriffsprotokollen einzusetzen, bevor Sie auf komplexere Anwendungsszenarien wie die Bedrohungserkennung in Echtzeit übergehen.
  • Große Datensätze sammeln: Sammeln Sie große Datensätze mit vielfältigen und repräsentativen identitätsbezogenen Daten, um Ihre KI-Modelle effektiv zu trainieren. Dazu gehören Protokolle der Benutzerauthentifizierung, Zugriffskontrolllisten, Netzwerkverkehrsdaten und alle anderen relevanten Telemetriedaten. Je größer und vielfältiger der Datensatz, desto besser können KI-Modelle lernen, Muster und Anomalien im Identitätsverhalten zu erkennen.
  • KI für die Korrelation von Bedrohungen nutzen: Setzen Sie KI ein, um Identitätsbedrohungen aufzudecken, indem Sie Signale für Identitätsbedrohungen mit Endgerät- und Cloud-Daten korrelieren, um Angriffspfade vorherzusagen. Durch die Analyse von Protokollen zur Benutzerauthentifizierung zusammen mit Systemprotokollen und Netzwerkverkehr kann KI Muster identifizieren, die auf potenzielle Bedrohungen hindeuten, und so proaktive Sicherheitsmaßnahmen ermöglichen.
  • Ein Governance-Framework entwickeln: Richten Sie ein Governance-Framework ein, um den ethischen und verantwortungsvollen Einsatz von KI in der Identitätssicherheit zu steuern. Dieses Framework sollte Richtlinien und Verfahren für die Datenerfassung, das Modelltraining, die Bereitstellung und die Überwachung festlegen. Es sollte auch Datenschutzbelange, Datenschutzbestimmungen und Transparenz in KI-Entscheidungsprozessen berücksichtigen.
  • Systeme kontinuierlich überwachen: Implementieren Sie einen robusten Überwachungsmechanismus, um die Leistung von KI-Systemen im Bereich der Identitätssicherheit kontinuierlich zu verfolgen. Dies umfasst die Überwachung der Modellgenauigkeit, die Erkennung von Abweichungen in der Datenverteilung und die Bewertung der Wirksamkeit KI-gestützter Sicherheitsmaßnahmen. Regelmäßige Überprüfungen tragen dazu bei, dass KI-Systeme effektiv bleiben und den sich wandelnden Sicherheitsanforderungen gerecht werden.

Wie CrowdStrike helfen kann

CrowdStrike Falcon® Identity Threat Protection bietet Einblick in identitätsbasierte Angriffe und Anomalien und vergleicht Live-Traffic mit Verhaltens-Baselines und Regeln, um Angriffe und laterale Bewegungen zu erkennen.

Falcon Identity Threat Protection basiert auf erstklassiger KI und erkennt Identitätsbedrohungen in Echtzeit. Innerhalb von Active Directory (AD) erstellt Falcon Identity Threat Protection beispielsweise eine Baseline für das typische Benutzerverhalten, indem es Authentifizierungsmuster und historische Daten analysiert. Es nutzt fortschrittliche Algorithmen und ML-Technologien, um Konten automatisch zu klassifizieren und sie mit potenziellen Angriffspfaden oder Berechtigungserweiterungen im AD zu korrelieren – Bedrohungsvektoren, die AD-Betreibern oft verborgen bleiben.

Mithilfe von KI-gestützten Identitätssicherheitssystemen können Unternehmen ihre Cybersicherheitsmaßnahmen verbessern, um Sicherheitsbedrohungen zu erkennen, die herkömmliche Cybersicherheitsmaßnahmen möglicherweise übersehen. Die CrowdStrike Falcon®-Plattform nutzt Echtzeitangriffsindikatoren, Threat Intelligence, Erkenntnisse über die sich weiterentwickelnden Angriffsmethoden der Angreifer sowie erweiterte Telemetriedaten aus dem gesamten Unternehmen, um äußerst präzise Erkennungen, automatisierten Schutz und Behebung zu bieten.

Mit CrowdStrike® Charlotte AI™, einer GenAI-Cybersicherheitsanalystin, erhalten Sicherheitsteams wertvolle Einblicke und Antworten auf ihre Fragen zu Identitätsbedrohungen und den damit verbundenen Taktiken. Charlotte AI verfügt über eine revolutionäre Architektur mit mehreren Modellen, die ständig anhand von Billionen von täglichen Ereignissen und erstklassiger Threat Intelligence verfeinert wird. Und sie ist durch die Einbindung von Expertenkontext und die Verwendung anonymisierter Daten abgestimmt, wodurch eine beispiellose Genauigkeit und Relevanz bei der Erkennung und Reaktion auf Bedrohungen gewährleistet wird.

Venu Shastri ist versierter Marketing-Spezialist für Identitäts- und Cybersicherheitsprodukte sowie Product Marketing Director for Unified Endpoint & Identity Protection bei CrowdStrike. Shastri verfügt über mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung in den Bereichen Identität, Produktmarketing und Managementfunktionen bei Okta und Oracle und zudem über ein US-Patent für die kennwortlose Authentifizierung. Vor seiner Spezialisierung auf Identitätsmanagement war Shastri Mitbegründer eines Startups für unternehmensspezifische Social Software. Er lebt in Raleigh, NC, und hat einen MBA der University of Santa Clara sowie eine Executive Certification des MIT Sloan erlangt.