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Was ist Identitätssicherheit?

Identitätssicherheit, manchmal auch Identitätsschutz genannt, ist wie der Türsteher bei einer VIP-Veranstaltung: Er stellt sicher, dass jede Identität überprüft, autorisiert und überwacht wird, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Es handelt sich um ein umfassendes Verfahren zum Schutz aller Arten von Identitäten in lokalen, hybriden und Cloud-Umgebungen, um zu verhindern, dass Angreifer gestohlene Anmeldedaten ausnutzen, um Abwehrmaßnahmen zu umgehen.

Da Angreifer oft gestohlene oder schwache Anmeldedaten verwenden, um auf sensible Systeme zuzugreifen, ist Identitätssicherheit entscheidend, um Bedrohungen wie Ransomware, Rechtemissbrauch und Lieferkettenangriffe zu erkennen und zu stoppen. Tools wie Lösungen zur Erkennung von und Reaktion auf Identitätsbedrohungen (Identity Threat Detection and Response, ITDR) bieten Schutz in Echtzeit und gewährleisten, dass Angreifer erkannt und gestoppt werden, bevor sie Fuß fassen können.

Identitätssicherheitslösungen arbeiten innerhalb eines Zero-Trust-Frameworks – in dem „Niemals vertrauen, immer verifizieren“ die Regel ist – und lassen sich in bestehende Tools für die Identitäts- und Zugriffsverwaltung (IAM) integrieren, um die allgemeine Cybersicherheit zu verbessern. In Kombination mit Endgerätesicherheit, Cloud-Workload-Schutz und weiteren Maßnahmen bildet die Identitätssicherheit eine mehrschichtige Verteidigung, die Bedrohungen über Ihre gesamte Angriffsfläche hinweg abwehrt.

Warum ist Identitätssicherheit so wichtig?

Identitätssicherheit ist das Rückgrat der modernen Cybersicherheit und gewährleistet, dass nur verifizierte Benutzer und Systeme Zugriff auf sensible Daten erhalten. Angreifer nutzen zunehmend gestohlene oder schwache Anmeldedaten aus, um traditionelle Abwehrmaßnahmen zu umgehen.

Stellen Sie sich vor, ein Angreifer meldet sich mit den gestohlenen Anmeldedaten eines Mitarbeiters an, erweitert seine Berechtigungen und greift unbemerkt auf kritische Systeme zu. Dies ist ein gängiges Szenario in den heutigen hybriden Arbeitsumgebungen, in denen die Umstellung auf Cloud-Dienste und verbundene Geräte die Angriffsfläche erweitert hat. Jede Identität – ob menschlich oder maschinell, intern oder extern – stellt eine potenzielle Schwachstelle dar.

Durch die kontinuierliche Authentifizierung, Autorisierung und Überwachung von Identitäten beugt die Identitätssicherheit Bedrohungen wie Ransomware, dem Missbrauch von Zugriffsrechten und Lieferkettenangriffen vor. Darüber hinaus werden Zero-Trust-Prinzipien unterstützt, indem bei jeder Zugriffsanfrage eine ständige Überprüfung erforderlich ist, wodurch sichergestellt wird, dass sich Angreifer nicht ungehindert im Netzwerk bewegen können.

In einer Welt, in der Identitäten oft das schwächste Glied in der Kette sind, ist deren Schutz nicht nur eine Aufgabe der IT – es ist eine geschäftliche Notwendigkeit, Ihr Unternehmen vor identitätsbasierten Kompromittierungen und sich ständig weiterentwickelnden Cyberbedrohungen zu schützen.

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Kernkomponenten der Identitätssicherheit

Betrachten Sie Identitätssicherheit als ein gut koordiniertes Team – jede Komponente spielt eine entscheidende Rolle dabei, Identitäten zu schützen und Angreifer fernzuhalten. Diese Komponenten der Identitätssicherheit arbeiten zusammen, um Benutzer zu verifizieren, den Zugriff zu verwalten und Bedrohungen zu stoppen, bevor sie Schaden anrichten können.

1. Authentifizierung

Authentifizierung ist die Eingangstür zu Ihren Systemen. Multifaktor-Authentifizierung (MFA) bietet eine zusätzliche Schutzebene, indem ein Benutzer seine Identität auf verschiedene Arten nachweisen muss, z. B. indem sowohl ein Kennwort als auch ein Einmalcode verlangt wird. Dies hilft, Angreifer fernzuhalten, da es für sie nicht mehr ausreicht, einfach nur die Anmeldedaten eines Mitarbeiters zu besitzen, um Zugriff zu erlangen.

2. Autorisierung

Sobald ein Benutzer angemeldet ist, bestimmt die Autorisierung, worauf er zugreifen kann. Rollenbasierte Zugriffskontrolle (Role-based Access Control, RBAC) und das Least-Privilege-Prinzip gewährleisten, dass Benutzer nur darauf zugreifen können, was sie benötigen, wodurch die Gefährdung sensibler Systeme reduziert wird. Authentifizierung und Autorisierung sind zusammen von entscheidender Bedeutung für die Identitätssicherheit.

3. Zugriffsrechteverwaltung

Privilegierte Konten sind bevorzugte Ziele. Tools zur Verwaltung privilegierter Zugriffe (Privileged Access Management, PAM) überwachen und kontrollieren diese Konten streng, um sicherzustellen, dass der Zugriff nur bei Bedarf gewährt und sorgfältig nachverfolgt wird, um Missbrauch zu verhindern.

4. Bedrohungserkennung und -abwehr (Threat Detection and Response, TDR)

ITDR-Tools wirken wie eine Sicherheitskamera für Identitäten und achten auf ungewöhnliches Verhalten wie verdächtige Anmeldungen oder eine Erweiterung der Zugriffsrechte. Wenn etwas auffällig ist, reagieren ITDR-Tools sofort, um die Bedrohung zu stoppen.

5. Protokollierung und Überwachung

Jede Handlung hinterlässt einen digitalen Fußabdruck. Protokollierung und Überwachung analysieren diese Spuren, um Anomalien zu erkennen, Aktivitäten zu prüfen und die Einhaltung von Vorschriften sicherzustellen.

6. Verwaltung des Identitätslebenszyklus

Vom Onboarding bis zum Offboarding: Die Verwaltung des Identitätslebenszyklus verringert Schwachstellen. Automatisierte Tools sorgen dafür, dass nicht genutzte Anmeldedaten deaktiviert werden, wodurch ein Zugriff über Backdoors verhindert wird.

Wenn diese Komponenten zusammenwirken, bilden sie eine einheitliche Strategie zum Schutz von Identitäten, zur Verhinderung von Kompromittierungen und zur Gewährleistung der Betriebssicherheit. In Verbindung mit Zero Trust wird jede Anfrage überprüft, wodurch Systeme vor identitätsbasierten Bedrohungen geschützt werden.

Inwiefern hängt Identitätsschutz mit Zero Trust zusammen?

Zero Trust ist ein Sicherheits-Framework, in dem alle Benutzer – innerhalb oder außerhalb des Unternehmensnetzwerks – authentifiziert, autorisiert und fortwährend auf ihre Sicherheitskonfiguration und -lage hin validiert werden müssen, bevor ein Anwendungs- und Datenzugriff erlaubt oder bestätigt wird. Zero Trust geht davon aus, dass es keine traditionelle Netzwerkgrenze mehr gibt. Es gibt Netzwerke lokal, in der Cloud oder in einer hybriden Umgebung und Ressourcen und Mitarbeiter können sich an beliebigen Orten befinden.

Dieses Framework wird durch verschiedene Branchenrichtlinien – wie Forrester eXtended, Gartners CARTA und NIST 800-207 – als optimale Methode zur Bewältigung aktueller Sicherheitsherausforderungen für eine Welt definiert, in der die Cloud an erster Stelle steht und von überall aus gearbeitet werden kann.

Unternehmen, die bei den Schutzmaßnahmen keine Abstriche machen möchten, sollten eine Identitätssicherheitslösung mit einem Zero-Trust-Sicherheits-Framework kombinieren. Außerdem müssen sie sicherstellen, dass die von ihnen gewählte Lösung den Branchenrichtlinien entspricht, also beispielsweise den von NIST festgelegten Richtlinien.

Inwiefern unterscheidet sich Identitätsschutz von IAM-Technologien?

IAM ist Teil der übergreifenden IT-Sicherheitsstrategie eines Unternehmens, deren Schwerpunkt auf der Verwaltung digitaler Identitäten sowie dem Zugriff der Benutzer auf Daten, Systeme und andere Ressourcen liegt. Oft lassen sich identitätsbezogene Zugriffsrisiken mit IAM eingrenzen, doch die zugehörigen Richtlinien, Programme und Technologien werden in der Regel nicht vorrangig als Sicherheitslösung angelegt.

Beispielsweise können IAM-Technologien, mit denen Identitäten zur Bereitstellung von SSO- (Single Sign-on) oder MFA-Funktionen gespeichert und verwaltet werden, identitätsbasierte Angriffe nicht in Echtzeit erkennen und verhindern. Ebenso sind IAM-Lösungen zwar ein wichtiger Teil der allgemeinen Identitätsstrategie, sie bieten jedoch normalerweise keinen umfassenden Überblick über Endgeräte, über andere Geräte und Workloads sowie über Identitäten und über das Verhalten der Benutzer.

Identitätssicherheit ist kein Ersatz für IAM-Richtlinien, -Programme und -Technologien. Sie soll vielmehr IAM mit erweiterten Funktionen zur Bedrohungserkennung und -prävention ergänzen und verbessern.

Häufige identitätsbasierte Bedrohungen – und Lösungen

Oft dringen Angreifer nicht ein – sie melden sich an. Identitätsbedrohungen stehen im Mittelpunkt vieler Kompromittierungen, wobei gestohlene Anmeldedaten und der Missbrauch von Zugriffsrechten Angreifern einen einfachen Zugang zu kritischen Systemen ermöglichen. Hier sind einige häufige Identitätsbedrohungen und die entsprechenden Lösungen zur Identitätssicherheit, um ihnen entgegenzuwirken:

1. Diebstahl von Anmeldedaten

  • Die Bedrohung: Angreifer verwenden Phishing- oder Brute-Force-Angriffe, um Anmeldedaten zu stehlen, und geben sich als legitime Benutzer aus.

  • Die Lösung: MFA blockiert unbefugten Zugriff, und strenge Kennwortrichtlinien und regelmäßige Audits verhindern schwache oder wiederverwendete Anmeldedaten.

2. Erweiterung der Zugriffsrechte

  • Die Bedrohung: Angreifer nutzen Konfigurationsfehler oder Konten mit zu weitreichenden Berechtigungen aus, um sich Zugriff auf höhere Ebenen zu verschaffen.

  • Die Lösung: PAM-Tools setzen strenge Zugriffskontrollen durch und minimieren Risiken durch die Anwendung des Least-Privilege-Prinzips.

3. Lieferkettenangriffe

  • Die Bedrohung: Angreifer nutzen kompromittierte Anbieterkonten, um über vertrauenswürdige Zugangspunkte in Systeme einzudringen.

  • Die Lösung: Zero-Trust-Prinzipien gewährleisten eine kontinuierliche Überprüfung der Aktivitäten von Anbietern, während die Überwachung und Einschränkung von Zugriffsrechten die Abwehrmaßnahmen stärkt.

4. Laterale Bewegungen

  • Die Bedrohung: Angreifer bewegen sich lateral innerhalb eines Netzwerks und erweitern so ihren Zugang zu wertvollen Ressourcen.

  • Die Lösung: ITDR-Tools überwachen ungewöhnliche Muster wie unerwartete Anmeldungen und ergreifen sofort Maßnahmen, um Bedrohungen zu blockieren.

5. Kontoübernahme

  • Die Bedrohung: Gekaperte Konten ermöglichen es Angreifern, unter legitimen Identitäten zu agieren.

  • Die Lösung: Echtzeitüberwachung und Anomalieerkennung kennzeichnen verdächtiges Verhalten und ermöglichen so eine schnelle Reaktion zur Eindämmung der Bedrohung.

Ergreifen Sie proaktive Maßnahmen

Die Kombination von Identitätssicherheitslösungen wie ITDR, MFA und PAM in einem Zero-Trust-Framework stellt sicher, dass jede Identität kontinuierlich authentifiziert, autorisiert und überwacht wird. Mit diesen Abwehrmechanismen können Unternehmen selbst die raffiniertesten Bedrohungen abwehren.

So kann CrowdStrike bei der Identitätssicherheit helfen

Schützen Sie Ihr Unternehmen vor identitätsbasierten Angriffen mit CrowdStrike Falcon® Next-Gen Identity Security, einer Lösung, die Schutz für Endgeräte und Identitäten nahtlos miteinander verbindet. Im Gegensatz zu eigenständigen Tools bietet die Lösung von CrowdStrike:

  • einheitlichen Schutz für menschliche und maschinelle Identitäten: Schützen Sie Identitäten – egal ob vor Ort, in der Cloud oder in einer hybriden Umgebung – und behalten Sie dabei stets den Überblick.

  • Bedrohungserkennung und -abwehr in Echtzeit: Nutzen Sie erweiterte ITDR-Funktionen, um Angreifer abzuwehren, bevor sie gestohlene Anmeldedaten ausnutzen oder Rechte eskalieren.

  • Zero-Trust-Implementierung: Setzen Sie das Prinzip „Niemals vertrauen, immer verifizieren“ an jedem Zugriffspunkt durch – mit kontinuierlicher Authentifizierung und adaptiven Sicherheitsrichtlinien.

  • risikobasierte MFA: Passen Sie die Zugriffsanforderungen dynamisch auf der Grundlage von Threat Intelligence in Echtzeit an und gewährleisten Sie so nahtlose Sicherheit, ohne die Arbeitsabläufe der Benutzer zu stören.

  • optimierte Integration: Erweitern Sie Ihre bestehenden IAM-Systeme und sichern Sie mit der flexiblen Architektur von CrowdStrike sogar Legacy-Anwendungen ab.

Mit Falcon Next-Gen Identity Security schützen Sie nicht nur Identitäten – Sie erhalten eine vollständig integrierte, proaktive Verteidigung gegen die sich ständig weiterentwickelnden Bedrohungen, die auf die kritischsten Ressourcen Ihres Unternehmens abzielen. 

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Häufig gestellte Fragen zur Identitätssicherheit

F: Was ist Identitätssicherheit?

A: Identitätssicherheit, manchmal auch Identitätsschutz genannt, ist wie der Türsteher bei einer VIP-Veranstaltung: Er stellt sicher, dass jede Identität überprüft, autorisiert und überwacht wird, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Es handelt sich um ein umfassendes Verfahren zum Schutz aller Arten von Identitäten in lokalen, hybriden und Cloud-Umgebungen, um zu verhindern, dass Angreifer gestohlene Anmeldedaten ausnutzen, um Abwehrmaßnahmen zu umgehen.

F: Warum ist Identitätssicherheit so wichtig?

A: In einer Welt, in der Identitäten oft das schwächste Glied in der Kette sind, ist deren Schutz nicht nur eine Aufgabe der IT – es ist eine geschäftliche Notwendigkeit, Ihr Unternehmen vor identitätsbasierten Kompromittierungen und sich ständig weiterentwickelnden Cyberbedrohungen zu schützen.

F: Worin unterscheidet sich Identitätsschutz von IAM-Technologien?

A: Identitätssicherheit ist kein Ersatz für IAM-Richtlinien, -Programme und -Technologien. Sie soll vielmehr IAM mit erweiterten Funktionen zur Bedrohungserkennung und -prävention ergänzen und verbessern.

F: Was sind Komponenten der Identitätssicherheit? 

A: Authentifizierung, Autorisierung, Zugriffsrechteverwaltung, Erkennung und Abwehr von Bedrohungen, Protokollierung und Überwachung sowie Verwaltung des Identitätslebenszyklus sind allesamt Komponenten der Identitätssicherheit, die zusammenwirken, um Benutzer zu verifizieren, den Zugriff zu verwalten und Bedrohungen abzuwehren, bevor sie Schaden anrichten können.

F: Welche Rolle spielt Identität bei Zero Trust?

A: Unternehmen, die ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleisten wollen, sollten eine Identitätssicherheitslösung in Verbindung mit Zero Trust einsetzen. Dabei müssen alle Benutzer authentifiziert, autorisiert und hinsichtlich ihrer Sicherheitskonfiguration und -lage kontinuierlich überprüft werden, bevor ihnen Zugriff auf Anwendungen und Daten gewährt wird. 

Ryan Terry ist Senior Product Marketing Manager bei CrowdStrike mit Fokus auf Identitätssicherheit. Er verfügt über mehr als 10 Jahre Erfahrung im Produktmarketing für Cybersicherheit und war zuvor bei Symantec, Proofpoint und Okta beschäftigt. Ryan hat einen Master of Business Administration (MBA) von der Brigham Young University.