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Was ist Daten-Governance?

Daten-Governance umfasst die Gesamtheit der Prozesse, Richtlinien und Werkzeuge, die es Unternehmen ermöglichen, ihre Datenbestände zu verwalten und zu pflegen, einschließlich ihrer Verfügbarkeit, Nutzbarkeit, Integrität und Sicherheit.

Ziel eines Daten-Governance-Programms ist es, sicherzustellen, dass Daten korrekt, zuverlässig, zugänglich und vertrauenswürdig sind. Diese Programme verwalten Daten durchgängig auf eine kollaborative Weise, die Sicherheit und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften gewährleistet.

Daten-Governance ist zu einem entscheidenden Bestandteil jeder Unternehmensstrategie geworden, da Daten in nahezu jedem Geschäftsbereich eine zentrale Rolle spielen. Indem sichergestellt wird, dass Daten korrekt erfasst, gepflegt und genutzt werden, lässt sich aus diesen Daten ein Mehrwert in Form von betrieblicher Effizienz, hochrelevanten und zeitnahen Erkenntnissen sowie einer verbesserten Entscheidungsfindung gewinnen.

In der Vergangenheit wurden Daten-Governance-Programme von der Notwendigkeit getrieben, dass Unternehmen eine ständig wachsende Datenmenge verwalten und digitale Transformationsprogramme mit datengestützten Erkenntnissen vorantreiben mussten. Da jedoch die regulatorische und risikobezogene Landschaft komplexer geworden ist, hat sich die Daten-Governance auch zu einem Schlüsselelement von Sicherheits- und Compliance-Strategien entwickelt. Dies bedeutet, dass sich Daten-Governance-Prozesse und -Tools auf ein breiteres Spektrum an Aktivitäten und Beteiligten ausgeweitet haben, was einen strukturierteren Ansatz erforderlich macht.

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Schlüsselkomponenten der Daten-Governance

Ein modernes Daten-Governance-Programm besteht aus drei Schlüsselkomponenten:

  1. Daten-Governance-Framework
  2. Datenqualitätsmanagement
  3. Datensicherheit

Daten-Governance-Framework

Das Daten-Governance-Framework legt klare Regeln und Richtlinien für die Verwaltung und Nutzung von Daten innerhalb der Organisation fest. Es definiert zudem, wer für die Überwachung der Daten-Governance-Aktivitäten verantwortlich ist und welche Tools dafür eingesetzt werden können. In diesem Abschnitt werden wir drei Schlüsselkomponenten des Daten-Governance-Frameworks untersuchen:

  1. Prozesse
  2. Menschen
  3. Technologien

Prozesse

Als Teil eines Data-Governance-Frameworks müssen Unternehmen klare Regeln für die Erhebung, Klassifizierung, Speicherung, den Schutz, die Weitergabe, die Nutzung und die Entsorgung von Daten sowie Prozesse für die Umsetzung, Durchsetzung und Anpassung dieser Regeln festlegen.

Obwohl diese Bemühungen oft durch regulatorische Anforderungen geleitet werden, sollten Unternehmen über die reine Compliance hinausdenken und überlegen, wie ihre Datenstrategie den Zugriff auf zeitnahe, genaue, zuverlässige und vollständige Daten gewährleisten kann, um die Geschäftsabläufe zu steuern.

Menschen

Obwohl viele Aspekte eines Daten-Governance-Programms automatisiert werden können, müssen Menschen weiterhin die Programmentwicklung und -überwachung leiten. Sie sind auch dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass ihre Daten-Governance-Strategien mit den Unternehmenszielen übereinstimmen.

Innerhalb eines Daten-Governance-Programms gibt es mehrere wichtige Rollen und Verantwortlichkeiten, darunter:

  • Der Lenkungsausschuss: Ein Lenkungsausschuss für Daten-Governance bringt die Daten- und IT-Führungskräfte des Unternehmens sowie verschiedene Geschäftsleiter zusammen. Gemeinsam legt diese Gruppe die Richtlinien und Standards fest, die das Unternehmen leiten und zur Erreichung der Geschäftsziele beitragen. Diese Gruppe legt auch die Rollen und Verantwortlichkeiten für die Überwachung der Programmdurchführung, die Durchsetzung der Regeln und die allgemeine Weiterentwicklung des Programms fest.
  • Datenverantwortliche: Datenverantwortliche überwachen die Verwaltung und Governance eines bestimmten Datensatzes. Letztlich ist der Datenverantwortliche für jeden Aspekt des Datensatzes verantwortlich, einschließlich Pflege, Compliance, angemessener Nutzung und Sicherheit.
  • Datenverwalter: Datenverwalter implementieren und pflegen die vom Datenverantwortlichen festgelegten Richtlinien und Prozesse zur Daten-Governance.
  • Datenaufseher: Datenaufseher sind für die Wartung der technischen Umgebung und Infrastruktur verantwortlich, die zur Aufrechterhaltung des Data-Governance-Programms erforderlich sind.

Technologie

Die letzte Säule des Daten-Governance-Frameworks ist die Technologie. Angesichts der explosionsartigen Zunahme von Daten auf Unternehmensebene müssen sich Unternehmen auf Tools verlassen, um ihre Daten zu erfassen, zu verarbeiten, zu bereinigen, zu standardisieren, zu klassifizieren, zu analysieren, zu speichern und zu sichern. Diese Tools gewährleisten zudem die Einhaltung interner Richtlinien und Verfahren sowie die Einhaltung regulatorischer und gesetzlicher Anforderungen.

Die meisten Unternehmen setzen auf eine integrierte Datenplattform, um sicherzustellen, dass Datenaktivitäten miteinander verknüpft und konsistent sind und dass verschiedene Geschäftsbereiche Zugriff auf relevante Daten aus dem gesamten Unternehmen haben.

Datenqualitätsmanagement

Die zweite Komponente des Daten-Governance-Programms ist das Datenqualitätsmanagement.

Unter Datenqualitätsmanagement versteht man den übergreifenden Prozess zur Gewährleistung der Genauigkeit, Vollständigkeit, Zuverlässigkeit, Aktualität, Gültigkeit und Konsistenz von Daten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg.

Das Datenqualitätsmanagement umfasst mehrere Komponenten:

  • Datenqualitätskennzahlen: Implementierung spezifischer Kennzahlen (KPIs) zur Bewertung und Messung der Datenqualität sowie der Wirksamkeit von Datenqualitätsinitiativen.
  • Datenbereinigungsprozesse: Regelmäßige Identifizierung und Korrektur von Fehlern und Inkonsistenzen in den Daten zur Verbesserung der Datenqualität. Diese Prozesse können beispielsweise die Standardisierung von Formaten oder die Identifizierung von Duplikaten umfassen.
  • Datenanreicherung: Einbeziehung relevanter Informationen aus internen oder externen Quellen, um zusätzlichen Kontext bereitzustellen.
  • Datenprofilierung: Analyse von Daten zur Identifizierung potenzieller Anomalien oder Qualitätsprobleme.
  • Datenvalidierung: Durchsetzung von Regeln und Durchführung von Prüfungen, um sicherzustellen, dass Daten korrekt sind und ihre Integrität gewahrt bleibt, während sie genutzt oder übertragen werden oder gespeichert sind.

Datensicherheit

Die letzte Komponente eines Daten-Governance-Programms ist die Datensicherheit.

Datensicherheit bezeichnet Vorgänge zum Schutz digitaler Daten vor unbefugtem Zugriff oder unbefugter Nutzung oder Offenlegung entsprechend der Risikostrategie eines Unternehmens. Sie umfasst auch das Schützen von Daten vor Störungen, Änderungen oder Zerstörung.

Die Datensicherheit umfasst mehrere Schlüsselkomponenten, darunter:

  • Zugriffskontrollen: Zugriffskontrollen gewährleisten, dass nur autorisierte Personen Zugriff auf sensible Daten haben. Eine bewährte Vorgehensweise für IT-Teams ist die Einhaltung des Prinzips der geringsten Berechtigungen (POLP), bei dem Mitarbeitern nur die Mindestzugriffsrechte gewährt werden, die für die Ausführung ihrer spezifischen Arbeit oder Aufgabe erforderlich sind.
  • Datenschutzmaßnahmen: Datenschutzmaßnahmen sind alle Schritte, Richtlinien, Technologien oder Praktiken, die Unternehmen einsetzen, um Daten vor unbefugtem Zugriff, Kompromittierungen und anderen Bedrohungen zu schützen.
  • Datenverlustprävention (DLP): DLP ist der Prozess der Erkennung und Verhinderung von Verlust, Weitergabe oder Missbrauch der Daten eines Unternehmens in allen Phasen des Entwicklungslebenszyklus.

Vorteile der Daten-Governance

Ein umfassendes Daten-Governance-Programm bietet Unternehmen mehrere wichtige Vorteile. Hier werden wir einige Vorteile in den Bereichen Datenqualität, Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, Risikomanagement und betriebliche Effizienz untersuchen.

Verbesserte Datenqualität

  • Bessere Entscheidungsfindung: Stärkere Daten bedeuten ein stärkeres Unternehmen. Indem sie sicherstellen, dass die im gesamten Betrieb verwendeten Daten konsistent und korrekt sind, treffen Unternehmen bessere und fundiertere Entscheidungen, erkennen potenzielle Probleme, bevor diese die Betriebsabläufe beeinträchtigen, und schaffen mehr Möglichkeiten für Zusammenarbeit.
  • Gesteigertes Vertrauen: Klare Daten-Governance-Richtlinien, die überwacht und konsequent durchgesetzt werden, schaffen Vertrauen bei Anwendern und Stakeholdern. Wenn ein solides Programm vorhanden ist, können die Mitarbeiter darauf vertrauen, dass sie für ihre Entscheidungen zuverlässige und genaue Daten nutzen.

Verbesserte Einhaltung gesetzlicher Vorschriften

  • Einhaltung von Standards: Daten-Governance-Programme sind so konzipiert, dass sie Unternehmen dabei unterstützen, relevante Branchenvorschriften und -standards einzuhalten, wie beispielsweise die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), den Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) und den California Consumer Privacy Act (CCPA).
  • Auditbereitschaft: Ein Daten-Governance-Programm umfasst zudem klare Dokumentationsprozesse, die Unternehmen ermöglichen, leichter auf Überprüfungsanfragen zu reagieren oder die Anforderungen eines Audits zu erfüllen.

Verbessertes Risikomanagement

  • Proaktive Sicherheit: Ein Daten-Governance-Programm implementiert proaktive Datenschutz- und Datensicherheitsmaßnahmen, um Daten vor potenziellen Bedrohungen und Schwachstellen zu schützen.
  • Risikominderung: Ein Daten-Governance-Programm bietet zudem reaktive Sicherheitsunterstützung, indem es Risiken im Zusammenhang mit Datenkompromittierungen, Datenverlusten und Nichteinhaltung von Vorschriften identifiziert und mindert.

Höhere betriebliche Effizienz

  • Optimierte Prozesse: Ein robustes Daten-Governance-Programm optimiert Datenmanagementprozesse im gesamten Unternehmen und hilft Teams, durch Standardisierung wichtige Effizienzgewinne zu erzielen.
  • Kosteneinsparungen: Die Automatisierung wichtiger Aspekte des Daten-Governance-Programms optimiert die Ressourcen und senkt die Kosten. Diese Programme können zudem Kosten beseitigen, die mit manuellen Prozessen, Fehlern und Nacharbeiten verbunden sind.
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Implementierung von Daten-Governance

Von der Unterstützung von Transformationsinitiativen bis zur Aufrechterhaltung der Compliance spielt Daten-Governance in praktisch jedem Aspekt moderner Geschäftsabläufe eine wichtige Rolle. Hier erläutern wir die grundlegenden Schritte zur Implementierung eines Daten-Governance-Programms.

Einrichtung eines Daten-Governance-Teams

Zwar liegt die Einhaltung von Daten-Governance-Richtlinien und -Prozessen in der Verantwortung aller, doch ist es wichtig, sicherzustellen, dass es ein spezielles Team und einen leitenden Sponsor gibt, die für das Programm verantwortlich sind.

Um ein effektives Programm zu entwickeln und dessen Akzeptanz sicherzustellen, müssen IT-Verantwortliche eine Vielzahl von Führungskräften aus verschiedenen Funktionsbereichen zusammenbringen, um Ziele festzulegen, die Strategie zu definieren, Prozesse und Regeln zu entwickeln, Werkzeuge und Technologien auszuwählen und Mechanismen zur Verfolgung und Messung des Fortschritts zu entwickeln.

Dieses Team sollte auch mit der Überwachung des Programmablaufs und der Definition der wichtigsten Rollen und Verantwortlichkeiten des Programms beauftragt werden. Der Lenkungsausschuss sollte beispielsweise festlegen, welche Personen in der Organisation für die Aufrechterhaltung verschiedener Aspekte des Programms verantwortlich sind, darunter Durchführung, Infrastrukturentwicklung, Datenpflege, Sicherheit, Einhaltung der Vorschriften und mehr.

Entwicklung einer Daten-Governance-Strategie

Eine der Hauptaufgaben des Lenkungsausschusses für Daten-Governance ist die Entwicklung der Daten-Governance-Strategie.

Zunächst sollte die Gruppe eine gründliche Bewertung der aktuellen Datenmanagementpraktiken vornehmen und einen detaillierten Implementierungsplan entwickeln, der auf den Zielen des Unternehmens sowie auf bewährten Verfahren und regulatorischen Anforderungen basiert.

Die Strategie kann folgende Elemente umfassen:

  • Festlegung klarer, erreichbarer Ziele
  • Identifizierung spezifischer Rollen und Verantwortlichkeiten
  • Entwicklung des Governance-Rahmens
  • Implementierung umfassender Protokolle zum Datenqualitätsmanagement
  • Festlegung strenger Richtlinien zur Datensicherheit und zum Datenschutz
  • Überwachung und Berichterstattung über die Nutzung und Wirksamkeit des Daten-Governance-Programms
  • Bewertung und Auswahl von Technologien und Tools
  • Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter
  • Förderung einer Kultur der kontinuierlichen Verbesserung

Tools und Technologien

Die meisten Daten-Governance-Programme basieren auf einer Daten-Governance-Plattform. Eine Daten-Governance-Plattform ist eine durchgängige Softwarelösung, die die gesamte Daten-Governance-Strategie unterstützt und Teams dabei hilft, Kernprozesse im Zusammenhang mit Daten-Governance zu automatisieren.

Bei der Auswahl einer Daten-Governance-Plattform sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Integration: Kann die Daten-Governance-Plattform bestehende Datenmanagementsysteme unterstützen? Lässt sie sich in andere Tools und Technologien innerhalb des Technologie-Stacks integrieren?
  • Automatisierung: Nutzt die Plattform die neuesten KI- und Machine-Learning-Funktionen (ML), um intelligente Abläufe zu ermöglichen?
  • Skalierbarkeit: Kann das Tool im Laufe der Zeit skaliert werden, um das ständig wachsende Datenvolumen und die zunehmende Anzahl an Datenquellen zu unterstützen? Nutzt es die Cloud, um Schwankungen problemlos auszugleichen?
  • Benutzerfreundlichkeit: Bietet das Tool über ein intuitives und anpassbares Dashboard Zugriff auf wichtige Erkenntnisse?
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Schutz Ihrer Daten mit CrowdStrike

Die Implementierung eines robusten Daten-Governance-Frameworks ist für Unternehmen unerlässlich, die Daten als strategischen Vermögenswert nutzen und gleichzeitig die Compliance sicherstellen sowie Risiken minimieren möchten. Durch die Festlegung klarer Richtlinien, Rollen und Prozesse können Unternehmen die Datenqualität verbessern, die Sicherheit erhöhen und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften gewährleisten. Da Datenvolumen und -bedeutung weiter zunehmen, bleibt eine effektive Daten-Governance ein entscheidender Faktor für die allgemeine Gesundheit, Leistungsfähigkeit und den Erfolg eines Unternehmens.

CrowdStrike Falcon® Data Protection verhindert Datendiebstahl unter anderem durch die Definition komplexer Datenklassifizierungen, wobei Inhaltsmuster und Webquellen genutzt werden, um den erforderlichen Kontext bereitzustellen. Außerdem stellt es sicher, dass Ihre sensiblen Daten geschützt sind und lokalen, internationalen sowie branchenbezogenen Vorschriften wie PCI DSS, HIPAA und der DSGVO entsprechen. Zusätzlich zu Falcon Data Protection bietet CrowdStrike Falcon® Next-Gen SIEM vollständige Transparenz über native Datenquellen und Drittanbieter, sodass Benutzer Angreifer erkennen und das gesamte Ausmaß eines Angriffs ermitteln können, um Kompromittierungen schnell zu stoppen.

Kasey Cross ist Director of Product Marketing bei CrowdStrike und treibt dort die Entwicklung des KI-nativen SOC mit Next-Gen SIEM voran. Sie verfügt über mehr als 10 Jahre Erfahrung in Marketingpositionen bei Cybersicherheitsunternehmen wie Palo Alto Networks, Imperva und SonicWALL. Außerdem war sie CEO von Menlo Logic und führte das Unternehmen bis zu dessen erfolgreicher Übernahme durch Cavium Networks. Sie hat einen Abschluss von der Duke University.