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Der umfassende Leitfaden zu Next‑Gen SIEM

Erfahren Sie, wie Sie Ihr SOC mit SIEM-Lösungen der nächsten Generation modernisieren. Entdecken Sie die wichtigsten Funktionen und Vorteile des fortschrittlichen Sicherheitsinformations- und Ereignismanagements.

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Definition von Protokolldateien

Eine Protokolldatei ist ein Ereignis, das zu einer bestimmten Uhrzeit stattgefunden hat, und kann kontextbezogene Metadaten enthalten.

Protokolldateien sind ein historischer Datensatz über alle Vorgänge in einem System, einschließlich Ereignissen wie Transaktionen, Fehlern und Eindringungsversuchen. Diese Daten können auf verschiedenen Wegen übertragen werden und in einem strukturierten, halbstrukturierten oder unstrukturierten Format vorliegen.

Beispiel für den Aufbau einer Protokolldatei

Eine Protokolldatei besteht grundsätzlich aus den folgenden Elementen:

  • Zeitstempel (die genaue Uhrzeit, zu der das protokollierte Ereignis eingetreten ist)
  • Benutzerinformationen
  • Ereignisinformationen (welche Aktion durchgeführt wurde)

Je nach Art der Protokollquelle kann die Datei aber noch eine Vielzahl weiterer relevanter Daten enthalten. Serverprotokolle enthalten beispielsweise auch die Webseite, auf die verwiesen wurde, den HTTP-Statuscode, übertragene Bytes, Benutzeragenten und mehr.

Woher kommen Protokolldateien?

Fast alle Komponenten generieren irgendeine Art von Protokoll, einschließlich:

  • Apps
  • Container
  • Datenbanken
  • Firewalls
  • Endgeräte
  • IoT-Geräte
  • Netzwerke
  • Server
  • Webservices

Quellen für Protokolldateien

Die Liste lässt sich weiter fortführen. Wichtig ist jedoch, dass fast die gesamte Infrastruktur, mit der Sie täglich interagieren, eine Protokolldatei generiert.

Wer nutzt Protokolldateien?

Protokolldateien können fast allen Mitarbeitern in einem Unternehmen wertvolle Einblicke geben. Nachfolgend finden Sie einige der häufigsten Anwendungsszenarien nach Abteilungen geordnet:

ITOps

  • Bestimmen des infrastrukturellen Gleichgewichts
  • Verwalten von Workloads
  • Optimieren von Betriebs-/Ausfallzeiten
  • Gewährleisten der Geschäftskontinuität
  • Reduzieren von Kosten und Risiken

 DevOps

  • Verwalten von CI/CD
  • Optimieren der Anwendungsbetriebszeiten
  • Erkennen kritischer Anwendungsfehler
  • Identifizieren von Bereichen, in denen die Anwendungsleistung optimiert werden kann

DevSecOps

  • Fördern der gemeinsamen Zuständigkeit bei der Anwendungsentwicklung und -sicherheit
  • Sparen von Zeit und Geld sowie Minimieren potenzieller Rufschädigung, indem mögliche Probleme noch vor der Bereitstellung gefunden werden

SecOps/Sicherheit 

  • Hinweise zum Wer, Wann und Wo eines Angriffs
  • Identifizieren verdächtiger Aktivitäten
  • Erkennen von Spitzen beim blockierten/zulässigen Datenverkehr
  • Implementieren von Methoden wie OODA-Loop

IT-Analysten 

  • Compliance-Management und Berichte
  • Betriebs- und Investitionsausgaben
  • Geschäftliche Einblicke

Arten von Protokollen

Fast jede Komponente in einem Netzwerk generiert irgendeine Art von Daten und jede Komponente sammelt diese Daten in ihrem eigenen Protokoll. Daher gibt es viele Arten von Protokollen, zum Beispiel:

  • Ereignisprotokoll: Allgemeines Protokoll, das Informationen zu Netzwerkverkehr und -nutzung erfasst, z. B. Anmeldeversuche, falsche Kennworteingaben und Anwendungsereignisse.
  • Server-Protokoll: Textdokument mit einem Datensatz zu Aktivitäten im Zusammenhang mit einem bestimmten Server in einem bestimmten Zeitraum.
  • Systemprotokoll (Syslog): Datensatz zu Betriebssystemereignissen. Es enthält Systemstartmeldungen, Systemänderungen, unerwartete Systemabschaltungen, Fehler und Warnungen sowie andere wichtige Prozesse. Syslogs werden sowohl von Windows als auch von Linux und macOS generiert.
  • Autorisierungsprotokolle und Zugriffsprotokolle: Enthalten eine Liste der Personen oder Bots, die auf bestimmte Anwendungen oder Dateien zugreifen.
  • Änderungsprotokolle: Enthalten eine chronologische Liste der Änderungen, die an einer Anwendung oder Datei vorgenommen wurden.
  • Verfügbarkeitsprotokolle: Erfassen die Systemleistung, -betriebszeit und -verfügbarkeit.
  • Ressourcenprotokolle: Liefern Informationen zu Konnektivitätsproblemen und Kapazitätsgrenzen.
  • Bedrohungsprotokolle: Enthalten Informationen zum System-, Datei- oder Anwendungsverkehr, der einem vordefinierten Sicherheitsprofil innerhalb einer Firewall entspricht.

Die Bedeutung des Protokollmanagements

Obwohl aus Protokolldateien scheinbar unendlich viele Einblicke gewonnen werden können, gibt es große Herausforderungen, die Unternehmen daran hindern, die Vorteile von Protokolldaten für sich zu nutzen.

Herausforderung 1: Volumen

Mit dem Aufkommen der Cloud, hybrider Netzwerke und der digitalen Transformation ist das in Protokollen erfasste Datenvolumen massiv gewachsen. Wie können Unternehmen die schiere Datenmenge verwalten und schnell das volle Potenzial von Protokolldateien nutzen, wenn fast jede Komponente ein Protokoll generiert?

Herausforderung 2: Standardisierung

Nicht alle Protokolldateien haben ein einheitliches Format. Je nach Art des Protokolls können die Daten strukturiert, halbstrukturiert oder unstrukturiert sein. Um aus allen Protokolldateien in Echtzeit wertvolle Einblicke zu gewinnen und abzuleiten, müssen die Daten für einfaches Parsen zu einem gewissen Grad normalisiert werden.

Herausforderung 3: Digitale Transformation

Laut Gartner gibt es in vielen Unternehmen – insbesondere bei mittelgroßen Unternehmen und Unternehmen mit weniger ausgereiften Sicherheitsstrukturen – Defizite bei den Möglichkeiten zur Überwachung und Untersuchung von Vorfällen. Der dezentralisierte Ansatz beim Protokollmanagement in ihren IT-Umgebungen macht das Erkennen und Abwehren von Bedrohungen fast unmöglich.

Hinzu kommt, dass viele Unternehmen SIEM-Lösungen einsetzen, deren Kostenstruktur und Funktionsumfang sich hemmend auswirken. SIEM-Lizenzierungsmodelle basieren auf dem Datenvolumen oder der Geschwindigkeit, mit der Daten vom SIEM-System erfasst werden. Daher führen sie oft zu höheren Technologiekosten, sodass eine breite Datenerfassung unerschwinglich wird (viele Protokollmanagement-Tools haben ähnliche Preismodelle). Die wachsenden Datenvolumen führen bei SIEM-Tools zudem häufig zu Leistungsproblemen sowie zu steigenden Betriebskosten für Optimierung und Support.

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Arfan Sharif ist Product Marketing Lead für das Observability-Portfolio bei CrowdStrike. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung bei der Umsetzung von Lösungen für Log-Management, ITOps, Beobachtbarkeit, Sicherheit und Benutzerunterstützung für Unternehmen wie Splunk, Genesys und Quest Software. Arfan Sharif hat einen Abschluss in Informatik bei der Buckinghamshire New University und blickt auf eine Karriere in den Bereichen Produktmarketing und Sales Engineering zurück.