Was ist Zugriffskontrolle?
Die Zugriffskontrolle in der SaaS-Sicherheit bezieht sich auf die Methoden und Richtlinien, die implementiert werden, um den Benutzerzugriff auf die SaaS-Anwendungen und die zugehörigen Daten zu regeln. Dabei geht es um die Verwaltung von Berechtigungen, Rollen und Authentifizierungsmechanismen, um sicherzustellen, dass nur autorisierte Personen und autorisierte nichtmenschliche Konten auf die SaaS-Plattform und ihre Ressourcen zugreifen können. Die Zugriffskontrolle in der SaaS-Sicherheit verwendet häufig Techniken wie Multifaktor-Authentifizierung, rollenbasierte Zugriffskontrolle (Role-based Access Control, RBAC) und granulare Berechtigungseinstellungen, um Risiken im Zusammenhang mit unbefugtem Zugriff, Datenschutzverletzungen und Insider-Bedrohungen zu minimieren. Durch die effektive Implementierung von Zugriffskontrollmaßnahmen können Unternehmen ihre sensiblen Daten schützen und die Einhaltung regulatorischer Anforderungen in der SaaS-Umgebung gewährleisten.
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Jetzt herunterladenAuf welche verschiedenen Arten regeln Unternehmen den Zugriff auf ihre SaaS-Anwendungen?
Zu den Möglichkeiten, wie Unternehmen den Zugriff auf ihre SaaS-Anwendungen regeln können, gehören:
Kennwortrichtlinie
Kennwörter müssen bestimmte Komplexitätskriterien erfüllen, wie z. B. eine Mindestlänge sowie die Verwendung von Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Einige Unternehmen schreiben regelmäßige Kennwortänderungen vor, während andere es vorziehen, dass Benutzer sichere Kennwörter über einen längeren Zeitraum beibehalten. Die meisten Unternehmen verhindern, dass Benutzer Kennwörter wiederverwenden.
Single Sign-On (SSO)
SSO ermöglicht es Benutzern, mit einem einzigen Satz von Anmeldedaten auf mehrere SaaS-Anwendungen zuzugreifen, wodurch die Authentifizierung vereinfacht und die Benutzerfreundlichkeit verbessert wird, während gleichzeitig die Sicherheit gewährleistet bleibt.
Multifaktor-Authentifizierung (MFA)
Kennwörter allein reichen nicht aus, um vor unbefugtem Zugriff auf SaaS-Anwendungen zu schützen, da sie leicht erraten, gestohlen oder durch Techniken wie Phishing oder Brute-Force-Angriffe geknackt werden können. Die Multifaktor-Authentifizierung bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene, indem sie von den Benutzern verlangt, vor dem Zugriff mehrere Formen der Identifizierung anzugeben. Dazu kann etwas gehören, das sie wissen (Kennwort), etwas, das sie besitzen (Smartphone), oder etwas, das ihnen eigen ist (Fingerabdruck oder Gesichtserkennung).
Durch die Implementierung von MFA würde ein Angreifer, selbst wenn es gelingt, das Kennwort eines Benutzers zu erhalten, immer noch den zweiten Authentifizierungsfaktor benötigen, was es für unbefugte Benutzer erheblich schwieriger macht, in das System einzudringen.
Rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC)
Die rollenbasierte Zugriffskontrolle (Role-based Access Control, RBAC) ist ein weitverbreitetes Zugriffskontrollmodell in der SaaS-Sicherheit. Dabei werden Benutzer anhand ihrer Aufgaben und Verantwortlichkeiten in verschiedene Rollen eingeteilt und entsprechende Berechtigungen erteilt.
Dies ermöglicht es den Sicherheitsteams, das Least-Privilege-Prinzip (Principle of Least Privilege, POLP) umzusetzen, also das Konzept, Benutzern und Anwendungen nur das minimale Zugriffsniveau zu gewähren, das zur Ausführung ihrer Aufgaben erforderlich ist. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die potenziellen Auswirkungen von Sicherheitskompromittierungen oder unbefugten Aktivitäten zu reduzieren. RBAC vereinfacht den Prozess der Zugriffsverwaltung durch die Reduzierung des administrativen Aufwands und gewährleistet einen skalierbaren und überschaubaren Sicherheitsansatz.
In einer CRM-SaaS-Anwendung hat beispielsweise ein Vertriebsmitarbeiter Zugriff auf Kundendaten und die Möglichkeit, Datensätze zu aktualisieren, während ein Kundendienstmitarbeiter möglicherweise nur Lesezugriff auf dieselben Daten hat.
Regelmäßige Überprüfung der Benutzerzugriffsrechte
Die Durchführung regelmäßiger Zugriffsüberprüfungen ist von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass Benutzer nur Zugriff auf die Ressourcen haben, die sie für ihre aktuellen Aufgaben benötigen. Dadurch wird das Risiko inaktiver Konten oder unbefugten Zugriffs auf sensible Daten verringert. Unternehmen müssen einen Überblick gewinnen und die Zugriffsrechte ehemaliger Mitarbeiter, inaktiver Konten und externer Benutzer ordnungsgemäß entziehen.
Ehemaligen Mitarbeitern müssen die Zugriffsrechte vollständig entzogen werden. Oftmals gehen Unternehmen davon aus, dass dies automatisch geschieht, wenn ein Mitarbeiter aus dem Identitätsanbieter (IdP) des Unternehmens entfernt wird, aber das ist nicht immer der Fall. Ebenso können externe Benutzerkonten auch nach Projektende aktiv bleiben, wenn der Benutzerzugriff nicht umgehend oder ordnungsgemäß widerrufen wird. Das Unternehmen weiß nicht, wer Zugriff auf seine sensiblen Daten hat, es sei denn, es führt eine Überprüfung durch und entscheidet, ob das Benutzerkonto geschlossen werden soll.
Auditprotokolle und Überwachung
Es sollten umfassende Protokollierungs- und Überwachungsmechanismen vorhanden sein, um die Benutzeraktivitäten innerhalb der SaaS-Anwendung zu verfolgen. Auditprotokolle können dabei helfen, verdächtiges Verhalten, potenzielle Kompromittierungen oder Richtlinienverstöße zu identifizieren. Die Überwachung dieser Protokolle in Echtzeit ermöglicht eine zeitnahe Reaktion auf Sicherheits-Incidents.
Best Practices für die SaaS-Zugriffskontrolle
Die meisten Unternehmen müssen externen Benutzern SaaS-Zugriff gewähren, um die Zusammenarbeit mit Behörden oder Auftragnehmern zu erleichtern. Allerdings sollten Unternehmen bei der Gewährung von externem Zugriff Vorsichtsmaßnahmen treffen. Hier sind einige Best Practices für die Zusammenarbeit mit externen Benutzern.
- Berechtigungen einschränken: Externen Benutzern sollten keine Administratorrechte gewährt werden. Ihr Zugang sollte bedarfsabhängig eingeschränkt werden.
- Benutzerauthentifizierung verlangen: Erlauben Sie externen Benutzern nicht, über einen Link auf Dokumente zuzugreifen. Verlangen Sie eine Form der Authentifizierung.
- Gemeinsame Kennwörter nicht zulassen: Behalten Sie die Kontrolle, indem Sie die Weitergabe von Kennwörtern unter externen Benutzern unterbinden.
- Einladungen zu Anwendungen einschränken: Fügen Sie Einladungen nach Möglichkeit ein Ablaufdatum hinzu, damit diese nach Projektende nicht mehr für den Zugriff genutzt werden können.
- Zugriff bei Bedarf entziehen: Entziehen Sie Benutzern den Zugriff, wenn das Projekt endet.
Gibt es einen Unterschied zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Konten in Bezug auf die Zugriffskontrolle?
Auf SaaS-Anwendungen wird sowohl über menschliche als auch über nichtmenschliche Konten zugegriffen. Menschliche Konten erhalten in der Regel Zugriff über Benutzernamen und Kennwörter, MFA und SSO. Nichtmenschliche Konten werden in der Regel bereits bei ihrer Erstellung autorisiert und müssen nie eine zweite Authentifizierungsmethode anwenden.
Nichtmenschliche Konten werden oft übersehen, wenn Unternehmen den Zugriff auf ihre Anwendungen kontrollieren. Ihr ungehinderter Zugang macht sie jedoch zur Zielscheibe von Bedrohungsakteuren. Unternehmen sollten nichtmenschliche Konten über ihr Verzeichnis der Benutzer überwachen und sicherstellen, dass ihnen keine übermäßigen Berechtigungen gewährt werden. Die Konfigurationen nichtmenschlicher Konten müssen überwacht werden, um sicherzustellen, dass Kontrollen vorhanden sind, die die diesen Konten gewährten Berechtigungen einschränken.
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Da die Nutzung von SaaS-Lösungen immer weiter zunimmt, ist die Gewährleistung einer robusten Zugriffskontrolle in der SaaS-Sicherheit von größter Bedeutung. Unternehmen müssen ein gut strukturiertes RBAC-Modell implementieren, das rollenbasierte Berechtigungen, Multifaktor-Authentifizierung, regelmäßige Überprüfungen der Zugriffe der Benutzer und eine umfassende Überwachung kombiniert.
Durch einen proaktiven Ansatz bei der Zugriffskontrolle können Unternehmen ihre SaaS-Anwendungen vor unberechtigtem Zugriff und potenziellen Cyberbedrohungen schützen. Darüber hinaus fördert eine solide Zugriffskontrollstrategie das Vertrauen zwischen Benutzern, Kunden und Partnern und führt letztendlich zu einer erfolgreichen und sicheren SaaS-Umgebung.
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