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Die Cybersicherheit steht niemals still. Bedrohungen entwickeln sich ständig weiter, und das muss auch für unsere Verteidigung gelten. Täuschungsmanöver, wie Köder und Fallen, um potenzielle Angreifer in die Irre zu führen, gehören bereits seit längerem zum Arsenal von Sicherheitsteams. Aufgrund der Komplexität der Bereitstellung und der Anzahl an falsch positiven Erkennungen sind diese Techniken jedoch für eine schnelle Identifizierung von Bedrohungen nicht gerade ideal. Gerade deshalb erfreut sich das Honey-Konto als alternatives Tool wegen seiner Effizienz und Sicherheit wachsender Beliebtheit.

In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf das Honey-Konto. Sie erfahren, worum es sich dabei handelt, welche Vorteile es bietet und wie Sie es im Rahmen Ihrer umfassenderen Sicherheitsmaßnahmen nutzen können.

Lassen Sie uns mit einigen Kernkonzepten beginnen.

Was ist ein Honey-Konto?

Einfach ausgedrückt ist ein Honey-Konto ein gefälschtes Benutzerkonto, das in Ihrem System erstellt wird und als Frühwarnsystem für unbefugten Zugriff dient. Im Gegensatz zu herkömmlichen Sicherheitsmaßnahmen legt es das Honey-Konto darauf an, von den falschen Personen aufgerufen zu werden.

Unterscheidung von Begriffen

Das Honey-Konto wird oftmals mit dem Honey Pot gleichgesetzt. Der Begriff „Honey Token“ verstärkt die Verwirrung weiterhin. Zum besseren Verständnis:

Ein Honey-Konto ist ein fiktives Benutzerkonto, das bei Zugriff Warnmeldungen zu nicht autorisierten Aktivitäten auslöst. Das Honey-Konto ist Teil Ihres Systems, hat aber keine echte Funktion außer der Erkennung von Zwischenfällen.

Ein Honeytoken ist eine digitale Ressource, z. B. ein Dokument, ein Datenbankeintrag oder ein API-Schlüssel, die Sie benachrichtigt, wenn sie verwendet wird. Betrachten Sie es als eine Art „digitalen Stolperdraht“.

Ein Honeypot ist ein digitales Ziel, das speziell dafür entwickelt wurde, Cyberkriminelle von legitimen Zielen abzulenken. Ein Beispiel für einen Honeypot wäre eine Softwareanwendung oder ein Server, die bzw. der strategisch eingerichtet wurde, um für Angreifer attraktiv zu erscheinen, aber von Sicherheitsteams genau überwacht wird, um das Verhalten der Angreifer zu untersuchen.

Vorteile eines Honey-Kontos

Da die Komplexität der Cybersicherheitsbedrohungen weiter zunimmt, suchen Unternehmen ständig nach effektiven Möglichkeiten, um ihre Abwehrmaßnahmen zu stärken. Honey-Konten bieten eine Reihe einzigartiger Vorteile, die sie zu einer unschätzbaren Ergänzung der Abwehrmaßnahmen machen. Zu ihren Vorteilen gehören u. a. folgende:

  • keine falsch positiven Erkennungen: Es gibt keinen legitimen Grund für einen Benutzer innerhalb (oder außerhalb) Ihres Unternehmens, auf das Honey-Konto zuzugreifen. Daher ist jegliche Aktivität automatisch verdächtig.
  • schnelle Erkennung: Sobald jemand versucht, auf das Honey-Konto zuzugreifen, erhält Ihr Sicherheitsteam eine Warnmeldung. So kann es direkt eingreifen.
  • einfache Wartung und Integration: Honey-Konten lassen sich einfach einrichten und problemlos in Ihre bestehende Sicherheitsinfrastruktur integrieren.

Einrichtung eines Honey-Kontos

Die Einrichtung eines Honey-Kontos ist nicht kompliziert, erfordert aber strategisches Denken.

Schritte zur Erstellung eines Honey-Kontos

Zunächst einmal finden Sie hier eine einfache Anleitung zur Erstellung eines Honey-Kontos:

  1. Bestimmen Sie einen Zielort. Entscheiden Sie, wo das Honey-Konto am effektivsten ist (z. B. in einer Finanzdatenbank oder einem Benutzerverzeichnis).
  2. Erstellen Sie das Konto. Wählen Sie einen Benutzernamen und andere Details, die realistisch erscheinen, damit sie mit echten Konten übereinstimmen.
  3. Legen Sie Berechtigungen fest. Weisen Sie dem Konto Berechtigungen zu, die es für potenzielle Angreifer attraktiv macht, aber gewähren Sie keinen Zugriff auf sensible Informationen.
  4. Konfigurieren Sie Warnmeldungen. Verbinden Sie das Honey-Konto mit Ihren Sicherheitsüberwachungstools. Richten Sie Warnmeldungen ein, die bei Aktivitäten im Zusammenhang mit diesem Konto ausgelöst werden.
  5. Testen Sie Ihr Setup. Bevor Sie es in der Live-Umgebung aktivieren, testen Sie das Honey-Konto, um sicherzustellen, dass die Benachrichtigungen wie erwartet ausgelöst und Sie benachrichtigen werden.
  6. Überwachen Sie. Lassen Sie Ihre Sicherheitstools die Arbeit machen und achten Sie immer auf Aktivitäten des Honey-Kontos.
  7. Überprüfen und aktualisieren Sie. Überprüfen Sie regelmäßig die Einstellungen des Honey-Kontos und aktualisieren Sie sie bei Bedarf, um mit den sich entwickelnden Bedrohungen Schritt zu halten.

Empfehlungen für ein effektiveres Konto

Die folgenden zusätzlichen Richtlinien helfen Ihnen dabei, die Effektivität Ihrer Platzierung und Nutzung von Honey-Konten zu verbessern:

  • Wählen Sie realistische Namen. Geben Sie für Ihr Honey-Konto glaubwürdig wirkende Profildetails an. Vermeiden Sie offensichtliche Namen wie honey_konto oder fakebenutzer01.
  • Gewähren Sie attraktive Berechtigungen. Das Honey-Konto sollte keinen Zugriff auf sensible Daten haben. Sie können jedoch die Berechtigungen so einrichten, dass sie für einen Angreifer attraktiv aussehen. Gewähren Sie ihm z. B. Berechtigungen mit der Bezeichnung „Admin“ oder „Finanzmanager“.
  • Verknüpfen Sie attraktive Daten. Verknüpfen Sie das Honey-Konto mit Dummy-Daten, die wertvoll erscheinen, wie z. B. gefälschte Finanzunterlagen oder interne Memos.
  • Legen Sie Konten an mehreren Orten an. Erwägen Sie, Honey-Konten in verschiedenen Teilen Ihres Systems zu platzieren, um mehrere potenzielle Einstiegs- und Angriffspunkte abzudecken.
  • Wechseln Sie ab. Ändern Sie regelmäßig die Speicherorte oder Einstellungen Ihrer Honey-Konten. So können Sie sich an neue Sicherheitsbedrohungen anpassen oder eine Entdeckung durch erfahrene Angreifer vermeiden.

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Cybersicherheitsmaßnahmen

Die effektive Nutzung eines Honey-Kontos geht über die reine Einrichtung hinaus. Sie müssen es neben Ihren vorhandenen Sicherheitstools in Ihre umfassendere Cybersicherheitsstrategie integrieren. Nur dann kann Ihr Honey-Konto wirklich effektiv funktionieren.

Verwenden Sie Tools zur Echtzeitüberwachung, um das Honey-Konto im Auge zu behalten. Jegliche Aktivität sollte einen sofortigen Alarm auslösen. Dies erfordert eine enge Integration in Ihre aktuellen Überwachungssysteme, wie z. B. eine SIEM-Plattform (Sicherheitsinformations- und Ereignismanagement), ein Intrusion Detection System (IDS) oder ein Intrusion Prevention System (IPS).

Halten Sie einen Plan zur Reaktion auf Zwischenfälle bereit, wenn ein Alarm ausgelöst wird. Die Reaktion auf Zwischenfälle kann Maßnahmen wie die Sperrung anderer Konten oder die Einleitung einer umfassenden Untersuchung umfassen. Viele Cybersicherheitsplattformen unterstützen Sie bei der Erstellung, Umsetzung und Ausführung Ihres Plans zur Reaktion auf Zwischenfälle.

Nutzen Sie schließlich Tools und Plattformen, die von Cybersicherheitsexperten entwickelt wurden. Fortschrittliche Sicherheitsplattformen wie CrowdStrike Falcon® Next-Gen Identity Security bieten spezielle Funktionen für die Verwaltung von Honey-Konten. Falcon Next-Gen Identity Security hilft Ihnen, den Prozess der Einrichtung, Überwachung und Reaktion auf Aktivitäten von Honey-Konten zu automatisieren.

Fazit

Honey-Konten sind eine effektive Möglichkeit, Ihre Cybersicherheitsmaßnahmen zu verbessern. Dabei sind sie einfach einzurichten und zu verwenden. Sie ermöglichen eine schnelle Erkennung von unbefugtem Zugriff ohne die Ablenkung durch falsch positive Erkennungen. Außerdem sind sie leicht zu pflegen. Durch die Integration von Honey-Konten in Ihre Cybersicherheitsstrategie errichten Sie eine zusätzliche Verteidigungsebene, die Sie vor Bedrohungen warnt und Ihnen eine schnelle Reaktion ermöglicht.

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Ryan Terry ist Senior Product Marketing Manager bei CrowdStrike mit Fokus auf Identitätssicherheit. Er verfügt über mehr als 10 Jahre Erfahrung im Produktmarketing für Cybersicherheit und war zuvor bei Symantec, Proofpoint und Okta beschäftigt. Ryan hat einen Master of Business Administration (MBA) von der Brigham Young University.