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Einführung in die kennwortlose Authentifizierung

In der heutigen Geschäftswelt sind Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit präsenter denn je. Laut dem CrowdStrike Global Threat Report 2024 erfolgten im Jahr 2023 erstaunliche 75 % der Angriffe, die zum Erlangen eines Erstzugangs dienten, ohne den Einsatz von Malware, was darauf hindeutet, dass gültige Anmeldedaten für den unbefugten Zugriff genutzt wurden. Auch wenn digitale Anwendungen und Software-as-a-Service-Tools (SaaS) mittlerweile fester Bestandteil des Arbeitsalltags sind, hinkt die Umsetzung strenger Authentifizierungsstandards hinterher, was den dringenden Bedarf an modernisierten Authentifizierungsmethoden deutlich macht. Die Grenzen der Kennwortauthentifizierung machen deutlich, wie dringend modernisierte Sicherheitsmaßnahmen benötigt werden.

Kennwörter, die oft schwach sind oder auf mehreren Plattformen wiederverwendet werden, stellen nach wie vor eine Schwachstelle in Sicherheitsprotokollen dar und setzen Unternehmen erheblichen Risiken aus. Zudem beeinträchtigt die Last, sich komplexe Kennwörter merken und verwalten zu müssen, die Benutzererfahrung und erhöht die Wahrscheinlichkeit menschlicher Fehler. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzen Unternehmen zunehmend auf sicherere und benutzerfreundlichere Alternativen wie die kennwortlose Authentifizierung. Die kennwortlose Authentifizierung bietet eine vielversprechende Lösung, indem sie die Abhängigkeit von herkömmlichen Kennwörtern beseitigt, die Sicherheit erhöht und den Prozess der Benutzerauthentifizierung optimiert.

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Was ist eine kennwortlose Authentifizierung?

Kennwortlose Authentifizierung ist eine Methode zur Überprüfung der Identität eines Benutzers, bei der dieser kein herkömmliches Kennwort eingeben muss. Dieser Ansatz verbessert die Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit, indem er auf alternative Authentifizierungsmethoden zurückgreift, die sicherer und benutzerfreundlicher sind. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kennwortmethoden nutzt die kennwortlose Authentifizierung Besitzfaktoren (etwas, das der Benutzer besitzt, wie z. B. ein Mobiltelefon) oder inhärente Faktoren (etwas, das für den Benutzer spezifisch ist, wie z. B. ein Fingerabdruck), um seine Identität zu überprüfen. Zu den kennwortlosen Authentifizierungsmethoden gehören unter anderem:

  • Biometrische Authentifizierung nutzt einzigartige biologische Merkmale – wie Fingerabdrücke, Gesichtserkennung, Netzhautscans oder Stimmerkennung – zur Identitätsprüfung. Zum Beispiel verwenden Smartphones üblicherweise Fingerabdruck oder Gesichtserkennung zum Entsperren, sodass kein Kennwort eingegeben werden muss.
  • Tokenbasierte Authentifizierung verwendet ein physisches oder digitales Token zur Authentifizierung eines Benutzers. Bei diesem Token kann es sich um ein Hardwaregerät (wie einen USB-Sicherheitsschlüssel) oder einen softwarebasierten Token (wie eine mobile App) handeln. Der Benutzer legt das Token zum Nachweis seiner Identität anstelle eines Kennworts vor.
  • Bei der Multifaktor-Authentifizierung (MFA) müssen Benutzer mehrere Faktoren angeben, um ihre Identität zu überprüfen. Bei der kennwortlosen MFA bezieht sich keiner der Faktoren auf Kennwörter. Zu den gängigen Faktoren zählen biometrische Merkmale (z. B. Fingerabdruck oder Gesichtsscan), Besitztümer (z. B. ein Smartphone oder ein Hardware-Token) sowie inhärente Merkmale (einzigartige körperliche Merkmale). Ein Beispiel für eine kennwortlose MFA ist die Verwendung einer Kombination aus Fingerabdruckscan und einem Hardware-Token für den Zugriff auf ein System.

Vorteile

Die kennwortlose Authentifizierung bietet eine Vielzahl von Vorteilen und unterstützt Unternehmen dabei:

  • die Sicherheit zu erhöhen, indem die Abhängigkeit von herkömmlichen Kennwörtern beseitigt wird, die anfällig für Wiederverwendung, Weitergabe, Knacken und Phishing-Angriffe sind. Kennwortlose Authentifizierungsmethoden bieten einen besseren Schutz vor unbefugtem Zugriff.
  • die Benutzererfahrung zu verbessern, da sich die Benutzer keine komplexen Kennwörter mehr merken oder strenge Kennwortrichtlinien einhalten müssen. Dies vereinfacht den Authentifizierungsprozess und verringert die Frustration der Benutzer, was zu einer insgesamt positiveren Erfahrung führt.
  • die IT-Kosten zu senken, indem die Speicherung und Verwaltung von Kennwörtern entfällt. Dies entlastet zudem die IT-Teams, da sie sich nicht mehr um Aufgaben wie die Festlegung und Durchsetzung von Richtlinien für Kennwörter, das Zurücksetzen vergessener Kennwörter oder die Einhaltung von Vorschriften zur Kennwortspeicherung kümmern müssen.
  • die Transparenz und Kontrolle über Anmeldedaten zu verbessern, indem kennwortlose Methoden verwendet werden, die Anmeldedaten an bestimmte Geräte oder eindeutige Benutzerattribute (wie biometrische Daten) binden. Diese Integration verbessert die Transparenz und Kontrolle über die Authentifizierung und verringert so das Risiko des Missbrauchs von Anmeldedaten und des unberechtigten Zugriffs.

CrowdStrike Global Threat Report 2025

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Implementierung

Technologien und Lösungen

Die Einführung der kennwortlosen Authentifizierung erfordert den Einsatz einer Reihe von Technologien und Lösungen, die herkömmliche Kennwörter überflüssig machen und gleichzeitig die Sicherheit sowie das Benutzererlebnis verbessern. Zu den wichtigsten Ansätzen gehören:

  • biometrische Authentifizierung: Die biometrische Authentifizierung nutzt einzigartige biologische Merkmale wie Fingerabdrücke, Gesichtszüge oder Iris-Scans, um die Identität eines Benutzers zu verifizieren. Diese Methode bietet ein hohes Maß an Sicherheit und Komfort, da sich die Benutzer durch einfaches Vorlegen ihrer biometrischen Daten authentifizieren können.
  • Hardware-Token: Hardware-Token sind physische Geräte, die Einmalpasswörter (One-time Passwords, OTPs) oder kryptografische Schlüssel für die Authentifizierung generieren. Zu den gängigen Beispielen zählen USB-Sicherheitsschlüssel oder Chipkarten, die von Unternehmen zur sicheren Authentifizierung verwendet werden.
  • mobile Authentifizierungs-Apps: Mobile Authentifizierungs-Apps generieren zeitbasierte Einmalpasswörter (OTPs) oder senden Push-Benachrichtigungen zur Authentifizierung. Da sie Smartphones als Authentifizierungsgeräte nutzen, bieten Authentifizierungs-Apps Komfort und eine breite Verfügbarkeit, was sie zu einer beliebten Wahl für die Umsetzung kennwortloser Authentifizierung macht.
  • FIDO2-Standards (WebAuthn): WebAuthn ist eine Kernkomponente des FIDO2-Projekts, die moderne Authentifizierungstechnologien nutzt, um eine sichere kennwortlose Authentifizierung zu ermöglichen. WebAuthn ermöglicht es Webanwendungen, externe Authentifikatoren (wie biometrische Scanner oder Hardware-Token) für die Benutzerauthentifizierung direkt in Webbrowsern zu verwenden, sodass keine Kennwörter erforderlich sind.

Überlegungen zur Einführung

Bei der Planung der Einführung einer kennwortlosen Authentifizierung sollten Unternehmen mehrere wichtige Faktoren sorgfältig abwägen, um eine erfolgreiche Umsetzung sicherzustellen:

  • Kompatibilität mit bestehenden Systemen: Prüfen Sie die Kompatibilität kennwortloser Authentifizierungslösungen mit den bestehenden Systemen, Plattformen, Betriebssystemen und Browsern Ihres Unternehmens. Führen Sie gründliche Kompatibilitätstests durch und prüfen Sie die Supportdokumente der Anbieter, um eine reibungslose Integration zu gewährleisten, die Störungen minimiert und die Effizienz maximiert.
  • Benutzerakzeptanz und Schulung: Rechnen Sie mit einer Eingewöhnungsphase bei den Benutzern und bieten Sie entsprechende Schulungen und Unterstützung an, um einen reibungslosen Übergang zu Ihrer neuen Authentifizierungsmethode zu gewährleisten. Bieten Sie in den ersten Wochen offene Sprechstunden an, bei denen Benutzer zu jeder Zeit ihre Bedenken oder Fragen zu den neuen Authentifizierungsmethoden klären können.
  • Einhaltung gesetzlicher Vorschriften (z. B. DSGVO, PCI DSS): Stellen Sie sicher, dass die gewählte Lösung den relevanten regulatorischen Anforderungen für Datenschutz und Privatsphäre entspricht, wie z. B. der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) oder dem Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS). Prüfen Sie, wie Benutzerdaten erfasst, gespeichert und übermittelt werden, und implementieren Sie geeignete Sicherheitsmaßnahmen und Schutzvorkehrungen, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten.
  • Risikomanagementstrategien: Die Implementierung kennwortloser Lösungen erfordert eine kontinuierliche Beachtung der Sicherheit. Beobachten Sie kontinuierlich die Sicherheitslage, halten Sie sich über die neuesten Patches und Updates auf dem Laufenden und reagieren Sie umgehend auf neu auftretende Schwachstellen oder Bedrohungen. Regelmäßige Sicherheitsbewertungen und Penetrationstests können Schwachstellen aufdecken und dazu beitragen, die Resilienz des Authentifizierungssystems gegenüber sich ständig weiterentwickelnden Bedrohungen zu gewährleisten.

Die Zukunft der kennwortlosen Authentifizierung

Aufkommende Trends

Die Technologie der kennwortlosen Authentifizierung verändert die Praktiken der digitalen Sicherheit grundlegend, angetrieben durch die steigende Nachfrage nach sicheren und nahtlosen Zugangslösungen im Homeoffice und in cloudbasierten Umgebungen. Die Nutzung von dezentralen Identitätsmodellen (Decentralized Identity, DID), die Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologien nutzen, gewinnt zunehmend an Bedeutung. DID ermöglicht es Benutzern, ihre digitalen Identitäten unabhängig von zentralen Autorisierungsstellen zu verwalten, was den Datenschutz und die Sicherheit erhöht. Durch den Verzicht auf herkömmliche Kennwörter und die Verwendung von kryptografischen Schlüsseln passt DID gut zu den Prinzipien von Zero-Trust-Sicherheitsmodellen. Zero-Trust-Sicherheit wird immer beliebter, insbesondere mit dem Aufkommen von Remote-Arbeit und hybrider Arbeit. Dieser Ansatz stellt die traditionelle Vorstellung von „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ infrage, indem er davon ausgeht, dass keiner Entität, ob innerhalb oder außerhalb des Umfelds des Unternehmens, automatisch vertraut werden sollte. Die kennwortlose Authentifizierung fügt sich nahtlos in diesen Rahmen ein und hilft Unternehmen, unbefugte Zugriffsversuche zu verhindern. Die Integration von KI in kennwortlose Authentifizierungssysteme führt auch zu neuen Techniken wie dem kontinuierlichen Lernen von Benutzerinteraktionen, die Authentifizierungsmechanismen dynamisch anpassen können. Biometrische Technologien wie die Gesichtserkennung und das Scannen von Fingerabdrücken entwickeln sich weiter und verbessern die Möglichkeiten und die Zuverlässigkeit kennwortloser Authentifizierungsmethoden. Diese Entwicklung bietet den Benutzern eine bequeme und sichere Möglichkeit, auf ihre digitalen Ressourcen zuzugreifen. Diese Fortschritte unterstreichen die Entwicklung hin zu ausgefeilteren, auf den Benutzer ausgerichteten Sicherheitslösungen als Reaktion auf die sich entwickelnden Bedrohungen der Cybersicherheit und die Trends der digitalen Transformation.

Herausforderungen und Überlegungen

Die Implementierung der kennwortlosen Authentifizierung bringt einige Herausforderungen und Überlegungen mit sich, die Unternehmen berücksichtigen müssen:

  • Benutzerakzeptanz: Es ist leicht, sich mit Veränderungen unwohl zu fühlen, daher ist es wichtig, Ihren Benutzern zu helfen, kennwortlose Authentifizierungsmethoden anzunehmen. Unternehmen sollten effektive Change-Management-Strategien in Betracht ziehen – einschließlich Schulung und Training –, um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen.
  • Interoperabilität und Integration: Lösungen für die kennwortlose Authentifizierung müssen sich in die bestehende IT-Infrastruktur und in bestehende Anwendungen integrieren lassen, um plattform- und geräteübergreifende Kompatibilität zu gewährleisten. Wie bei allen neuen Technologien sind hierfür zunächst einige Tests und Analysen erforderlich, um sicherzustellen, dass die Lösung in Ihrer Umgebung einwandfrei funktioniert.
  • Sicherheits- und Datenschutzbedenken: Die kennwortlose Authentifizierung erhöht zwar die Sicherheit, da sie Kennwörter überflüssig macht, bringt jedoch neue Herausforderungen hinsichtlich des Schutzes biometrischer Daten und der Gewährleistung der Privatsphäre der Benutzer mit sich.
  • Überlegungen zu Datensicherung und -wiederherstellung: Die Bereitstellung von Alternativen zur Datensicherung und -wiederherstellung ist unerlässlich für den Fall von Geräteverlust, Änderungen biometrischer Daten oder technischen Problemen, um den kontinuierlichen Zugriff für Ihre Benutzer zu gewährleisten.

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Der Zukunft der Sicherheit aktiv entgegentreten

Die kennwortlose Authentifizierung stellt die Zukunft der Sicherheit dar, da sie einen verbesserten Schutz vor Cyberbedrohungen bietet und gleichzeitig die Benutzererfahrung sowie die betriebliche Effizienz steigert. Durch den Verzicht auf anfällige Kennwörter und den Einsatz fortschrittlicher Authentifizierungsmethoden wie Biometrie oder Hardware-Token können Unternehmen das Risiko von unbefugten Zugriffen und Datenkompromittierungen erheblich verringern. Dieser transformative Ansatz stärkt nicht nur die Sicherheit, sondern verbessert auch die Benutzererfahrung und fördert eine höhere Resilienz und Agilität des Sicherheitsframeworks, das den modernen Herausforderungen der Cybersicherheit gerecht wird. Um den Weg Ihres Unternehmens zur Implementierung der kennwortlosen Authentifizierung einzuleiten, finden Sie hier einige konkrete Schritte, die Sie unternehmen können:

  • Führen Sie eine Sicherheitsbewertung durch: Beginnen Sie mit einer Bewertung, um bestehende Authentifizierungsrisiken zu identifizieren und die Eignung der kennwortlosen Authentifizierung für Ihr Unternehmen zu beurteilen.
  • Wählen Sie eine Methode aus, informieren Sie sich über verschiedene Technologien zur kennwortlosen Authentifizierung und bewerten Sie diese. Definieren Sie Anforderungen für Ihre Proof-of-Concept-Evaluierung (POC) und wählen Sie eine Methode, die am besten zu Ihren Sicherheitsanforderungen und Benutzerbedürfnissen passt.
  • Entscheiden Sie sich für die Anzahl der Faktoren: Legen Sie die Anzahl der Authentifizierungsfaktoren fest, die für die Anwendungsszenarien und die Sicherheit Ihres Unternehmens optimal ist. Erwägen Sie den Einsatz von MFA ohne Kennwörter, um den Schutz zu erhöhen.
  • Entwickeln Sie einen Implementierungsplan: Erstellen Sie einen stufenweisen Umsetzungsplan, der auf die spezifischen Bedürfnisse Ihres Unternehmens zugeschnitten ist. Legen Sie klare Meilensteine und Zeitpläne für jede Phase des Umsetzungsprozesses fest, einschließlich Pilotphase und vollständiger Einführung.

Weitere Informationen

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CrowdStrike Falcon® Next-Gen Identity Security

Venu Shastri ist versierter Marketing-Spezialist für Identitäts- und Cybersicherheitsprodukte sowie Product Marketing Director for Unified Endpoint & Identity Protection bei CrowdStrike. Shastri verfügt über mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung in den Bereichen Identität, Produktmarketing und Managementfunktionen bei Okta und Oracle und zudem über ein US-Patent für die kennwortlose Authentifizierung. Vor seiner Spezialisierung auf Identitätsmanagement war Shastri Mitbegründer eines Startups für unternehmensspezifische Social Software. Er lebt in Raleigh, NC, und hat einen MBA der University of Santa Clara sowie eine Executive Certification des MIT Sloan erlangt.