Der umfassende Leitfaden zu Next‑Gen SIEM
Der umfassende Leitfaden zu Next‑Gen SIEM
Effizientes und effektives Protokollmanagement kann für Unternehmen in der Praxis eine große Herausforderung darstellen. Die Einrichtung sinnvoller Protokollierungsebenen ist ein wichtiger Schritt im Protokollmanagement-Prozess. Durch Protokollierungsebenen können Teammitglieder, die die Protokolle aufrufen und lesen, die Wichtigkeit der Meldungen im Protokoll oder in den verwendeten Beobachtbarkeitstools erkennen.
Definition von Protokollierungsebenen
Protokollierungsebenen werden in Ihrem Log-Management-System als Indikatoren für die Wichtigkeit und Dringlichkeit aller Einträge in den Protokollen eingerichtet. Sie liefern wichtige Informationen darüber, ob bestimmte Ereignisse Ihre sofortige Aufmerksamkeit erfordern oder ob Sie Ihre Arbeit fortsetzen können. Protokollierungsebenen können dem IT-Team als Filter dienen und bieten eine einfache Möglichkeit, alle Protokollereignisse zu sortieren und sich auf die Ereignisse mit der höchsten Priorität zu konzentrieren.
Seit wann gibt es Protokollierungsebenen?
Protokollierungsebenen wurden erstmals in den 1980er Jahren mit Syslog eingeführt. Dabei handelte es sich um eine Protokollierungslösung für Sendmail, ein E-Mail-Routing-Tool, das verschiedene Methoden für die Übertragung und Zustellung von E-Mails bereitstellte. Diese Lösung wurde von anderen Anwendungen übernommen und entwickelte sich so schnell zum Branchenstandard.
Seit dieser Zeit ist die Zahl der Programmiersprachen gestiegen und die Sprachen selbst haben sich ebenfalls weiterentwickelt. Heute hat jede Programmiersprache ihr eigenes Protokollierungs-Framework, das Benutzern viel Flexibilität im Hinblick auf das Format der Datenspeicherung und die Datenexportoptionen bietet. Die meisten Anwendungen nutzen jedoch weitgehend die gleichen oder sehr ähnliche Protokollierungsebenen.
Warum sind Protokollierungsebenen wichtig?
Die Protokollierungsebenen fungieren als Warnsystem für das IT-Team und können das Team auf kritische Probleme aufmerksam machen, die eine sofortige Reaktion erfordern. Dazu können Systemausfälle, Cyberangriffe oder andere Ereignisse gehören, die das Unternehmen, seine Daten oder seine Kunden durch Störungen, Service-Unterbrechungen oder Service-Ausfälle gefährden können.
Dank der Kategorisierung der erfassten Ereignisse nach Schweregrad (von reinen Informationen bis hin zu Ereignissen, die sofortige Maßnahmen erfordern) können Protokollierungsebenen die Informationsüberlastung des IT-Teams aufgrund der vielen Warnmeldungen reduzieren.
Protokollierungsebenen tragen außerdem erheblich dazu bei, dass das IT-Team seine Ressourcen gezielt auf geschäftskritische Probleme von hohem Wert konzentrieren kann.
Denken Sie daran, dass Protokollierungsebenen zwar ein extrem nützliches und effektives Überwachungstool sind, im Grunde jedoch lediglich ein Kennzeichnungssystem darstellen. Einzeln betrachtet bieten sie keinerlei Vorteil für Ihr Unternehmen.
Wie funktionieren Protokollierungsebenen?
Das System der Protokollierungsebenen besteht aus diesen zwei Komponenten:
- Protokollierungs-Framework: Wird zur Unterstützung mehrerer Protokollierungsebenen konfiguriert.
- Anwendungscode: Erstellt die Protokollierungsanfragen.
Der Protokollierer fügt eine Anwendungsanfrage hinzu, die den vom Protokollierungs-Framework festgelegten Schwellenwert für die Protokollierungsebene erfüllt. Alle anderen Anfragen werden abgelehnt.
Die Bedeutung von Protokollen
Protokolle enthalten enorm viele Informationen. Einzeln betrachtet sind sie jedoch nicht besonders nützlich, denn sie enthalten einfach zu viele Daten, als dass ein Mensch sie effektiv sortieren und analysieren könnte.
Das IT-Team verwendet in der Regel eine der beiden nachfolgenden Aktionen, um Informationen mit dem Protokollierer zu erfassen und auf diese zu reagieren:
- Filtern: Das IT-Team kann Protokollereignisse nach Dringlichkeit (Ebene) filtern und nur Ereignisse einer bestimmten Kategorie anzeigen (z. B. „Fatal“ oder „Error“).
- Informieren: Das IT-Team erhält eine Benachrichtigung, wenn ein bestimmtes Protokollereignis einer Kategorie im Protokollierer hinzugefügt wird.
Die häufigsten Arten von Protokollierungsebenen
Allgemein wird das Protokollierungs-Framework nach den folgenden Protokollierungsebenen organisiert, die hier in absteigender Reihenfolge nach ihrer Dringlichkeit oder Wichtigkeit aufgelistet werden:
- Schwerwiegend: Diese Protokollierungsebene zeigt an, dass mindestens eine Systemkomponente nicht funktioniert, sodass es zu einem schwerwiegenden Fehler im größeren System kommt.
- Fehler: Dieser Protokolleintrag weist darauf hin, dass mindestens eine Systemkomponente nicht funktioniert, sodass der Betrieb weiterer Funktionen gestört wird.
- Warnung: Diese Protokollmeldung zeigt an, dass es in einer Anwendung ein unerwartetes Ereignis gab, das andere Prozesse stören oder verzögern kann.
- Info: Diese Protokollierungsebene erfasst ein Ereignis, das scheinbar keine Auswirkungen auf den Betrieb hat. Diese Informationen können in der Regel unter der Annahme ignoriert werden, dass der Rest des Systems weiter normal funktioniert.
- Debug: Das Debug-Protokoll erfasst relevante Details von Ereignissen, die beim Software-Debugging oder bei der Fehlersuche in der Testumgebung hilfreich sein können.
- Trace: Diese Protokollierungsebene erfasst die Ausführung von Code. Sie ist rein informativ und erfordert keine Maßnahmen. Dennoch kann sie sich als hilfreich erweisen, wenn das Team vollständige Transparenz in einer Anwendung oder in einer Drittanbieterbibliothek benötigt.
Einige Systeme verwenden eine der folgenden Universalkategorien, die als Standard-Protokollierungsebenen dienen können:
- Alle: Alle Aktivitäten und Ereignisse werden zum Protokollierer hinzugefügt.
- Aus: Es werden keine Aktivitäten oder Ereignisse zum Protokollierer hinzugefügt.
Je nach den konkreten Systemanforderungen oder -maßnahmen können IT-Teams auch eigene Protokollierungsebenen definieren. Benutzerdefinierte Ebenen sind besonders wichtig für Unternehmen, die Protokollinformationen nutzen, um die Sicherheit zu gewährleisten, Ressourcen zu verwalten oder allgemeine Software-Probleme zu debuggen.
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